
Wie bereits im iPhone4-ohne-Vertrag-Artikel beschrieben war meine Geduld mit T-Mobile aus verschiedenen Gründen am Ende. Das iPhone 4 sollte ohne Vertragsbindung und möglichst ohne Netlock gekauft werden. Im Gegensatz zu bisherigen iPhone-Modellen sollte sich das beim iPhone 4 als leichter herausstellen als gedacht. Dafür sorgte unter anderem der Umstand, dass das begehrte Apple Smartphone in England, sowie in Frankreich ohne Vertragsbindung und von jedermann zu kaufen ist.
Einzige kleine Hürde für diejenigen die nicht vor Ort im Laden einkaufen können ist die Tatsache, dass Apple nur an Adressen im jeweiligen Land verschickt. Eine einfache Bestellung unter Angabe einer deutschen Adresse ist damit weder im französischen noch im englischen Apple Onlinestore möglich. Das lässt sich jedoch – zumindest im Moment noch – verhältnismäßig leicht umgehen: Es gibt nämlich sogenannte Freight forwarder, die als Weiterleitungsdienst für Pakete fungieren. Ein recht bekannter dieser Forwarder trägt den Namen Borderlinx und ist eine Tochter von DHL WorldWide.
Nach kostenloser Anmeldung erhält man dort eine UK- und eine US-Adresse die man fortan in Onlineshops als Lieferadresse angeben kann. Nach Ankunft einer Sendung unter dieser Adresse wird man als Accountinhaber per Email informiert und kann mit wenigen Klicks und einer Kreditkartenzahlung in Höhe von ca. 30€ die gelieferte Ware per DHL Express nach Deutschland schicken lassen. Das lief bei mir und auch schon bei anderen (z.B. Leo vom Fscklog) problemlos und geht verhältnismäßig schnell. Ein am Montag in England verschicktes DHL-Express-Paket ist am Dienstag in der Regel in Deutschland.
Das iPhone kam so Anfang der Woche bei mir an und funktionierte nach einfügen der bereits bestellten Micro-Multi-SIM von T-Mobile problemlos. Auch die bereits vorab bestellte O2o-Karte könnte natürlich schon im iPhone stecken, eine Weile läuft der Vertrag beim Rosa Riesen aber ja schließlich noch.
Zum iPhone 4 gibts wenig zu sagen was nicht schon gesagt wurde: Das Retina-Display ist schlichtweg der Hammer, die neue Bauform sagt mir sehr zu und die Akkuleistung überzeugt. Von den berichteten Empfangsproblemen habe ich bisher nichts bemerkt, ich habe allerdings auch keine wissenschaftlichen Versuchsreihen dafür aufgebaut.
Als Fazit bleibt, dass dieser oder ein ähnlicher Weg wohl auch in Zukunft mein Beschaffungsweg für neue iPhone-Modelle sein wird – zumindest bis sich Apple entschließt die Dinger auch in Deutschland ohne Vertragsbindung zu verkaufen. Gerüchten zufolge könnte das ja noch dieses Jahr der Fall sein.

Zum Beitrag:
Ich weiß nicht, ob Ihr alle voneinander abschreibt?
Oder woher sonst die ständig (offensichtlich nicht recherchierte) Hintergrundinfo in diversen Blogs kommt (inkl . diesem) , Borderlinx sei eine Tochter von DHL?
Dabei kann man auch auf den Borderlinx Seiten selbst nachlesen, daß es sich weder um einen (Premium-)Partner von DHL handelt (was immer dies bedeuten mögen täte in den Auswirkungen), noch um eine Tochter.
Bei Borderlinx handelt es sich um ein Start-Up, gegründet mit Geld von Business-Angeln im Jahre 2006, der eine aus NL, der andere aus B. Daneben gibt es noch weitere Anteilseigner. Geschäftsführer sind zwei ehemals bei DHL beschäftigte
Briten. Als Versandpartner konnte man den ehemaligen Arbeitgeber gewinnnen,
der nicht mit einem einzigen Cent am Unternehmen beteiligt ist.
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