Medien ohne Kompetenz – Netzsperren, Netzneutralität und Google Streetview

17. August 2010   View Comments

Houston wir haben ein Problem. Mal wieder. Unsere Medien taugen zu nichts. Das ist nun natürlich etwas hart und überspitzt, aber im Grunde ist es das was immer wieder klar wird. Und damit meine ich gar nicht nur das offensichtliche Problem mit einer “BILD” aus der seit vielen Jahrzehnten jeden Tag das Blut läuft und die immer zuerst mit der Leiche gesprochen hat. Das derzeit schlimmste Problem zieht sich durch viele Schichten medialer Inkompetenz – Ausnahmen gibt es nur sehr, sehr wenige.

Wir sprechen immer wieder davon, dass die klassischen Medien Stück für Stück ihre Gatekeeperfunktion verlieren. Blogs, Microblogging, Social Networks, die Nachrichten des kleinen Mannes laufen ihnen den Rang ab. Oft wissen wir als Digital Natives von den Dingen die die Welt bewegen schon viel früher, als es unsere digital gewordenen Holzmedien berichten können. Im Gegenteil: Oft müssen sie sich selbst auf Twitter & Co. als Informationsquelle stützen. (weiterlesen…)

Google Chrome für Mac OSX verfügbar (Download)

5. Juni 2009   View Comments

Bereits vor einigen Monaten hat Google seinen Webbrowser Chrome für Windows zum Download zur Verfügung gestellt. Versionen für Mac und Linux wurden zwar angekündigt, allerdings hat man seither nur wenig davon vernommen. Jetzt ist es soweit und beide Plattformen werden von Google bedient.

Während sich die offizielle Seite zu Googles Webbrowser Chrome noch nicht weiter zu einer Mac OSX-Version des Google-Browsers äußert, macht der Downloadlink bereits über Twitter die Runde. Vorerst handelt es sich jedoch nur um einen Developer-Release, also noch keine offizielle, finale Version des Internetbrowsers. Ich hab’ sie mir natürlich dennoch heruntergeladen und installiert. Auf den ersten Blick kann mich der Browser – wie schon in der Windows-Version – auf jeden Fall begeistern. Er ist schlank und schnell, die Umsetzung in die Macoberfläche scheint gelungen. Ein genauerer Blick am Wochenende und in den nächsten Wochen muss zeigen ob er sich schon für den täglichen Einsatz eignet oder ob noch Vorsicht angebracht ist.

Hier geht’s zum Download der Developer-Version: klick

Mehrere Gmail-Accounts unterwegs im Griff (Google Mail)

9. Mai 2009   View Comments

Wie ich an anderer Stelle schon mehrfach erwähnt habe gibt’s bei mir für Emails seit geraumer Zeit nur noch eine Lösung: Google Mail (Gmail). Ich nutze mehrere Googlemail.com-Accounts und mittlerweile auch eine ganze Reihe Google-Accounts mit eigener Domain (Google Apps). Unter Mac OSX ist dabei MailPlane zur unverzichtbaren Anwendung geworden. Es nutzt die hervorragende Weboberfläche von Google Mail und packt sie in eine eigene Anwendung die in der Lage ist unbegrenzt viele verschiedene GoogleMail-Accounts zu verwalten und auch beim jeweils nicht eingeloggten Account auf neue Nachrichten zu prüfen. Weiterhin integriert es sich in den OSX-Desktop wie eine normale Mailanwendung: mailto:-Links in Browsern werden abgefangen, es gibt eine Growl-Benachrichtigung für neue Emails und Attachments können per Drag&Drop in eine Mail gezogen werden. Alles in allem eine für meine Zwecke perfekte Lösung.

Was mir jedoch noch fehlte ist eine Lösung um die Emails auch Unterwegs am iphone oder am Netbook (Ubuntu Linux) problemlos abfragen zu können ohne jeweils umständliches Imap-Setup pflegen zu müssen. Bei derzeit 13 Accounts ist das durchaus ein Faktor. Zumal GoogleMail nur teilweise kompatibel mit der üblichen Imap-Ordnerstruktur ist und z.B. bei Thunderbird einiges an Handarbeit erfordert, wenn man nicht unnütze zusätzliche Labels in Gmail haben will. Außerdem will ich die ansich sehr gute Weboberfläche bzw. die Mobile Version auf möglichst allen Geräten haben – da kennt man sich einfach aus und weiss damit umzugehen.

gmailmanager

Nach etwas Recherche heute morgen bin ich mittlerweile schon ziemlich weit und habe für beide Plattformen eine brauchbare Lösung gefunden. Eine richtig gute sogar fürs Netbook: Mit dem Firefox-Addon “Gmail Manager” lassen sich ebenfalls beliebig viele Konten auf neue Emails prüfen. Die Prüfung erfolgt wie bei Mailplane ohne sich in jedes Konto erst einloggen zu müssen. Das jeweils ausgewählte Konto kann man dann durch einen simplen Klick schnell im Firefox besuchen – Auto-Login inklusive. Das Abfrageinterval lässt sich für jedes Konto getrennt einstellen. Außerdem schön: Die Einstelllungen können in eine XML-Datei exportiert werden – leider ohne die Passwörter zu den Accounts.

gmatemail1Meine Lösung für’s iPhone ist nicht ganz so schön, aber immerhin schon mal ein Anfang. Es handelt sich dabei um eine App bei der sich bis zu 6 Accounts einrichten lassen. Im Endeffekt ist der Vorang ähnlich dem Firefox-Addon. Innerhalb der App wird der mobile Safari genutzt um den Nutzer beim jeweiligen Account in die mobile Gmail-Oberfläche automatisch einzuloggen. Was leider nicht erfolgt ist eine automatische Prüfung auf neue Emails der eingetrangenen Accounts. Mit dem im Sommer erscheinenden iPhone OS3 sollte das dann theoretisch sogar ohne laufende Application möglich sein. Ob der Programmierer das aber auch in die Tat umsetzt ist fraglich. Die App nennt sich Gmate Mail for Gmail und ist für 0,79€ im Appstore (iTunes-Link) erhältlich.

Insgesamt zwei zufriedenstellende Lösungen. Vielleicht gibt’s ja für’s iPhone noch etwas besseres und ich konnte es nur nicht finden? Wenn hier jemand einen Tipp hat: immer her damit. Auf jeden Fall macht so das abfragen der Emails von unterwegs deutlich mehr Spaß.

Lesercharts.de – Blogvermessung auf Basis von Feedburner

26. Januar 2009   View Comments

lesercharts.de.png

Ja, wir haben es getan. Trotz der aktuellen Diskussionen über die Ungenauigkeiten von Feedburner haben wir eine neue Topliste (Twitter) für Blogs in’s Leben gerufen. “Was? noch eine?”, mag sich der ein oder andere denken. Ja, noch eine. Der Grund dafür ist ganz einfach. Die Leser- bzw. Abonnentenzahlen liegen noch keiner der bisherigen Listen zugrunde – wir halten sie jedoch für aussagekräftiger als so manch andere Faktoren. (weiterlesen…)

Google: Picasa für Mac OSX fertig

6. Januar 2009   View Comments

Lange genug hat es gedauert. Gestern hat Google den offiziellen Release der ersten Mac-Version des Desktop-Programms Picasa zur Macworld bekannt gegeben. Picasa ist der Bilderdienst mit der in meinen Augen besten Desktopapplikation. Ich habe noch keine Lösung gesehen, die sich so gut in der Kombination lokale Bildverwaltung und Webalben versteht.

Picasa-3-mac.png

Natürlich stehen die Picasa Webalben Flickr in einigem nach, vor allem die ganzen “social”-Aspekte fehlen bei Google ziemlich, wer jedoch darauf nicht aus ist und einfach nur seine Bilder bequem verwalten und online veröffentlichen will, ist mit Picasa sehr gut bedient.

Auf den ersten Blick bietet die Mac-Version alles was man auch schon von der Windows-Version kennt. Sie scannt in vorgegebenen Verzeichnissen nach Bildern und ordnet sie auf Basis der Ordnerstrukturen in kleine Grüppchen. Jedes Bild kann einfach bearbeitet und mit Effekten getunt werden.

Derzeit steht die Mac-Version von Picasa ausschließlich in englischer Sprache zur Verfügung. Erfahrungsgemäß ändert sich das bei Google jedoch recht schnell.

Den Download von Picasa 3 für Mac OSX gibt’s hier, die offizielle Releaseankündigung hier.

Sag nein zu NoFollow – DoFollow löst die Probleme

16. Dezember 2008   View Comments

Wie bereits im Update-Beitrag zu WordPress 2.7 angekündigt, haben einige Plugins der Anti-Nofollowfraktion nach dem Update ihren Dienst quittiert. Dieser Blog hier war deshalb kurzzeitig wieder gesäht mit Nofollow-Links. Warum ich von Nofollow als Spamschutz nichts halte, habe ich bereits vor längerer Zeit hier dargelegt und in weiteren Beiträgen im Blog ausgiebig diskutiert. Mir ist auch nach wie vor nicht begreiflich, dass man sich bei WordPress dieser “Bewegung” angeschlossen hat und bis heute nicht mal einen Schalter dafür anbietet.

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Suchstrategie: Google mal nach Google um zu Google zu kommen

15. Dezember 2008   View Comments

Für mich ist es seit jeher ein nur schwer begreifbares Phänomen. Ein nicht unerheblicher Teil der Menschheit gelangt nicht über die Eingabe der URL auf eine Website sondern durch suchen des exakten Namens bei Google. Es wäre in der Tat interessant wie viel Traffic weniger die Google Suche hätte, gäbe es dieses Phänomen nicht. Einen sehr großen Teil trägt dazu trägt sicher auch die Kooperation mit Firefox bei, die den Google-Suchschlitz als Standard-Startseite im beliebten Mozilla-Browser installiert. Auch bei anderen Browsern ist die Standardsuchleiste auf Höhe der Toolbar auf Google vorkonfiguriert. Das führt im Jahre 2008 zum Beispiel zu solchen Top-Suchbegriffen.

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Google Voice- und Video-Chat

12. November 2008   View Comments

Seit langem bietet Google mit Google Talk bereits Textchat und Telefonie auf Basis von XMPP (Jabber) an. Leider beschränkt auf einen Windows-Client. Voice- und vor allem Videochatfunktionalität kommt bei der Entwicklung der Jabber-Clients immer noch zu kurz. (weiterlesen…)

Endlich: Google Adsense und Google Analytics kombinierbar

23. Oktober 2008   View Comments

Wie Google gestern verkündet hat werden in Kürze Analytics und Adsense kombinierbar sein. Das bedeutet, dass über die Analytics-Statistik in Zukunft z.B. ersichtlich wird auf welchen Unterseiten die Einnahmen erzielt wurden. Außerdem lässt sich erkennen woher die klickenden Besucher kamen. Damit lässt sich der Adsense-Revenue deutlich gezielter optimieren. Ein großer Schritt von Google den viele so nicht erwartet hätten. Schließlich stehen sie gerade bei Adsense sonst eher nicht für Transparenz.

Weitere Infos im offiziellen Adsense-Blog

Google Street View und die deutsche Fernseh-Nichtinformation

15. Oktober 2008   View Comments

Jaja, eine heisse Zeit für das deutsche Fernsehen. Erst letzt Woche hat Marcel Reich-Ranicki für großes Aufsehen gesorgt. Größer als wir das in letzter Zeit je hatten. Wenn ihr mich fragt: Lange überfällig. Das was im deutschen Fernsehen so abgeht ist nicht nur aus Sicht von hochintellektuellen und kulturell gebildeten Menschen unter aller Kanone.

Heute Mittag kam ich mal wieder in den Genuss eines Paradebeispiels dafür warum Jorunalisten eben doch nicht immer die besseren Recherchierer und Aufklärer sind. Das Zweite Desinformationsfernsehen (ZDF) hat in seiner mittaglich-bunten Sendung “Drehscheibe” darüber berichtet, wie eine norddeutsche Kleinstadt sich gegen die Fotografiererei Googles im Rahmen des Streetview-Projekts wehrt. Googles Kamerafahrten sind von Anfang an in Deutschland umstritten. Es gab zahlreiche Diskussionen zu diesem Thema und ich will das ganze gar nicht herunterspielen. Abgesehen davon aber, war die Aufbereitung dieses Thema in der Sendung heute Mittag eine glatte Frechheit.

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