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Kaderbreite, Kadertiefe – wie hoch kann ein Kader sein?

Wenn ich vor dem letzten Spiel behauptet habe, dass es Richtungsweisend für Heynckes sein wird, dann bleibt am Ende das Gefühl, dass eine richtige Richtungsweisung am Ende gefehlt hat. Zwar konnte der FC Bayern zu Hause mit 2:0 gewinnen, allerdings bleiben bzgl. der eigenen Leistung am Ende viele offene Fragen und ein laues Gefühl. Alles andere als ein deutlicher Sieg wars – eher ein Kampf. Im Grunde besteht das was ich fürs letzte Spiel als richtungsweisend bezeichnet habe weiterhin.

In einem Punkt ist die Situation heute jedoch eine andere: Die Transferperiode ist um – der FC Bayern hat Erwartungsgemäß die Chance verstreichen lassen dem Kader im Winter etwas mehr Breite zu verleihen. Nun kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein ob eine solche Ergänzung des Teams nötig gewesen wäre – ich sage ja. Nicht nur, dass unsere Verteidigung hinter der Stamm-Vier dank einem verletzten Daniel van Buyten (Dauer der Verletzung unklar, mind. 6 Wochen) keinen Innenverteidiger und nur noch einen Außenverteidiger vorweisen kann. Auch in der Offensive warten auf der Bank nur Alternativen die wie auch Diego Contento bisher offenbar nicht gut genug für Signifikante Einsätze waren. Das ist reichlich wenig für einen Club mit Triple-Ambitionen, CL-Finale im eigenen Stadion, etc. pp. Dazu kommt, dass sich bereits einige Spiele vor der Winterpause abgezeichnet hat, dass es auch in der Meisterschaft auf keinen Fall so leicht wird, wie man während der großen Siegesserie zwischen Spieltag 2 und 12 hätte vermuten können.

Beim FC Bayern hingegen denkt man augenscheinlich anders. Beim ganzen FC Bayern? Nein, es scheint einzelne oder auch mehrere Personen zu geben, die eine echte Verpflichtung statt nur einer misslungenen SocialMedia-PR-Aktion für sinnvoll gehalten hätten. Nachdem bereits am ersten Tag nach Ende der Transferperiode Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge darauf verwiesen hat, dass es ausdrücklicher Wunsch des Trainers war, den Kader nicht zu vergrößern tauchte Tags darauf bereits Franck Ribéry in einem Interview auf und bemerkt, dass er es schade findet nicht mehr Kadertiefe zu haben – er hätte es für sinnvoll gehalten, wenn sich der Verein im Winter verstärkt hätte.

Eine Situation die an die Ära Louis van Gaals erinnert: Während andere Vereine ausbleibende Transfers mit der finanziellen Situation begründen, wieder andere sich im übermaß verstärken, bleibt der Verein der es sich finanziell in jeder Hinsicht leisten könnte und für seine Ansprüche einen verhältnismäßig wenig breiten (oder tiefen?) Kader hat untätig und verlässt sich auf sein Mia san mia-Gefühl.

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