Wie im letzten Beitrag schon erwähnt ist der 23. Spieltag alles andere als unglücklich für die Bayern gelaufen. Die eigene Unfähigkeit das Derby im Frankenland zu gewinnen wurde durch die Niederlagen von Schalke in Wolfsburg und das Remis der Spitzenreiter aus Leverkusen in Bremen wieder wett gemacht.
Jens Peters analysiert das Spiel seiner Werkself ausführlich und beschreibt damit ziemlich genau die Leverkusener die ich gestern gesehen habe. Erschreckend aus Münchener Sicht: Auch eine mäßige Leistung der Heynckestruppe reicht aus um in Bremen ein Unentschieden zu holen – das hat Meister-Format. Um ein Haar hätte es in Bremen sogar einen erneuten Sieg für die Rheinländer gegeben, hätte nicht Per Mertesacker die Jungs von der Weser und uns mit einem gezielten Kopfball erlöst.
Auch für Felix Magaths Fußballclub aus Gelsenkirchen roch es 70 Minuten lang noch einem klaren, wenn auch nicht hohen 1:0-Sieg. Wolfsburg mimte bis dahin zwar den schweren Gegner, konnte jedoch die eigene Stärke nicht in Tore verwandeln. Zum Ende des Spiels wollte dann aber doch Graffite zeigen, dass mit ihm noch zu rechnen ist und verpasste dem Spiel eine kurze, aber für Königsblau doch schmerzliche Wendung durch seinen Doppelschlag zum 2:1-Endstand für die Wölfe. Torsten Weiland resümiert auf dem Königsblog und beklagt wie auch der Schalkefan das Fehlen vom Abwehrgott Rafinha.
Ebenfalls wenig zu lachen hatten die Fans des HSV am Samstag. Zu Hause gegen die Eintracht reichte es nur für ein 0:0 und das war gemäß Alex Mrohs langweiliger als Curling. Ich hab’ das Spiel nur in kurzen Ausschnitten gesehen, habe mir aber eben auf Liga Total noch einmal die Zusammenfassung angeschaut. Einmal mehr konnten die Frankfurter in diesem Spiel klar machen, dass sie durchaus ein ernstzunehmender Kandidat für einen Euro-Platz sind. Sie stehen gut und erfreuen damit auch die eigenen Fans. Der Adlerblog weiß lediglich das Schmierentheater zwischen Trainer und Vereinsleitung zu kritisieren – recht hat er.
Kampfsamba gab es am gestrigen Sonntagnachmittag in Freiburg zu sehen. Die Hertha konnte die schwere Aufgabe meistern, die ihnen schon fast keiner mehr zugetraut hatte. Im direkten Abstiegskampf besiegten sie den Sportclub aus dem Breisgau mit einem knackigen und durchaus überzeugenden 3:0. Man könnte fast das Gefühl bekommen, dass der Abstiegskampf langsam nicht nur in Berlin sondern auch in der Mannschaft angekommen ist.
Fazit: Es hat sich nicht all zu viel getan in der Tabelle. Oben blieb es ruhig, nur der Abstand zwischen den Bayern und Schalke 04 hat sich um einen Punkt auf insgesamt vier Zähler vergrößert. Auch im unteren Tabellendrittel gab es zwischenzeitlich wenig ausschlaggebende Bewegung, allerdings konnte die Hertha durch den Sieg den Abstand auf Platz 17 (Nürnberg) und Platz 16 (Hannover) auf zwei Punkte verringern. Der SC Freiburg lauert weitere zwei Punkt weiter oben auf Platz 15 mit mittlerweile 6 Punkte Abstand auf die Kölner die ihrerseits immer weiter in gefährliche Regionen abdriften.