Tod den Abos

Im Februar habe ich ein Abo einer bekannten deutschen Internetfachzeitschrift per Fax gekündigt. Mir hat die Zeitschrift einfach immer weniger zugesagt – zahlreiche male landete sie vom Briefkasten direkt im Altpapier. Ich hab‘ mich nicht mehr weiter drum gekümmert, weil ich davon ausgegangen bin, dass das schon okay geht – auf dem Faxprotokoll war der erfolgreiche Versand notiert und da das Blatt ja recht bekannt und als seriös einzustufen war, stand aus meiner Sicht einer erfolgreichen Kündigung nix im Weg. Dazu sei erwähnt, dass ich „zum nächstmöglichen Termin“ kündigen wollte, der irgendwann im Sommer sein sollte.

Neben weiteren Ausgaben wurde mir im Sommer auch eine Rechnung geliefert. Ich habe mich daraufhin per Email beschwert und die Sachlage geschildet. Nachdem man mich um nochmalige Zusendung des Faxes vom Februar gebeten hat, teilte man mir dann per Email mit, dass man das Fax leider noch nie gesehen hat und daher die Kündigung nicht akzeptieren könne. Eine Stornierung der Rechnung wäre nicht möglich, man könne mir jedoch mit einer Halbjahreskündigung im Februar 2007 anstelle August 2007 entgegenkommen.

Ich soll also ein Magazin, dass ich schon seit nem 3/4 Jahr nicht mehr lesen will (es wurde einfach immer schlechter) noch ein halbes Jahr lesen (und zahlen). Kundenfreundlichkeit ist in meinen Augen was anderes.

Das ist einer der Gründe warum ich mich in Zukunft immer weniger an langfristige Abos binden werde. Ohne Frage bin ich natürlich selber schuld. Von der Möglichkeit per Fax zu kündigen hätte ich schlichtweg keinen Gebrauch machen dürfen. Einschreiben/Rückschein (auf meine Kosten natürlich) sollte in Zukunft wohl das Minimum sein.

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