WordPress: Custom Post Types in den Feed aufnehmen

Letztens habe ich überraschend festgestellt, dass wenn man eigene Beitragsformate (Custom Post Types) in WordPress anlegt, diese nicht in den Beitragsfeed aufgenommen werden. Erstaunlicherweise fehlt auch im Backend eine entsprechende Einstellmöglichkeit, um dies zu ändern.

Falls man sich ein eigenes Format für beispielsweise Tutorials oder Beitragsserien in WordPress anlegt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass diese Artikel nicht im Feed auftauchen. Ändern lässt sich das durch ein wenig Handarbeit.

Custom Post Types in den WordPress Feed aufnehmen

Um einfach alle CPT (Custom Post Types) in den Beitragsfeed zu integrieren, ergänzt man die im Theme Ordner vorliegende functions.php um folgenden Code (bevorzugt sollte dies über ein Child Theme geschehen):

function feed_mit_cpt($qv) {
if (isset($qv['feed']))
$qv['post_type'] = get_post_types();
return $qv;
}
add_filter('request', 'myfeed_request');

Achtung: Mit dieser Ergänzung werden alle CPT mit in den Feed aufgenommen, was unter Umständen nicht erwünscht ist. Dann kann man über ein Array in dem die Slugs der Beiträge (‚posts‘) und zusätzlich aller erwünschten CPT aufgelistet werden genau definieren, welche CPT mit in den Feed integriert werden sollen.

functionfeed_mit_cpt($qv) {
if (isset($qv['feed']) && !isset($qv['post_type']))
$qv['post_type'] = array('post', 'tutorials', 'beitragsserien');
return $qv;
}
add_filter('request', 'myfeed_request');

Getrennter eigener WordPress RSS Feed für Custom Post Types

Interessanterweise erstellt WordPress ganz von selbst einen separaten RSS Feed für jeden CPT. Die dazugehörige URL lautet:

http://meinedomain.de/feed/?post_type=beitragsserien

Wobei meinedomain.de natürlich durch die genutzte Domain und das Wort ‚beitragsserien‘ durch den Slug des jeweiligen CPT ersetzt werden muss.

Falls man einen „hübscheren“ Link haben möchte, kann man das über einen Redirect Eintrag in der .htaccess Datei erreichen:

Redirect /feed/beitragsserien http://deinedomain.de/feed/?post_type=beitragsserien

Dann lässt sich der spezielle Feed auch über „http://deinedomain.de/feed/beitragsserien“ abrufen

Quelle: https://core.trac.wordpress.org/ticket/12943

WordPress 4.5 „Coleman“: Editor, Customizer & Co.

WordPress 4.5 wurde planmäßig veröffentlicht und dem Jazz-Saxophonisten Coleman Hawkins gewidmet.

Sichtbare Veränderungen gibt es vor allem in zwei Bereichen. Dem visuellen Beitragseditor wurde ein etwas veränderter Schriftstil verpasst und er wurde um einige Funktionen ergänzt. So lassen sich jetzt Links direkt an Ort und Stelle editieren.

Links in WordPress 4.5 direkt inline einfügen
So sieht der neue Inline-Editor für Links in WordPress 4.5 aus.

Weitere Shortcuts erlauben das schnelle einfügen horizontaler Linien durch eingabe von „—„. Beispiel gefällig?


Mit dem „Backtick“ (Backquote, Gravis) ` lassen sich Code-Abschnitte beginnen und beenden.

WordPress 4.5: Logo im Customizer definieren

Weitere Änderungen gibt es im sogenannten Customizer, der zur Anpassung vieler Themes dient. Er bringt jetzt „direkt ab Werk“ die schnelle Darstellung verschiedener Responsive-Formate mit und erlaubt den Einsatz einen grafischen Logos anstelle des Blogtitels als Text.

Weitere Verbesserungen gab es selbstverständlich auch unter der Haube – Details dazu im offiziellen Blogbeitrag zum Release.

Divi Theme: A/B-Tests und weitere Updates

Das Divi Theme gehört zweifelsfrei immer mehr zur Riege der beliebten und verbreiteten Premium-Themes für WordPress. Und das hat viele Gründe:

  • Der Funktionsumfang ist groß und bietet durch den eingebauten Page Builder und Theme Customizer eine Menge Anpassungsmöglichkeiten die keine Programmierkentnisse erfodern.
  • Das Divi Theme bietet eine Reihe hübscher Child-Themes die allesamt angepasst werden können
  • Die Club-Mitgliedschaft erfordert zwar eine jährliche Gebühr, kommt dafür aber als Rundum-Sorglos-Paket daher und lohnt sich vor allem für die Betreiber mehrere Blogs. Viele Themes und Plugins sind bereits enthalten.

Divi Theme Update 2.7

Durch das gestern veröffentlichte Update wird das Divi Theme noch interessanter. Mit Version 2.7 bringt Elegant Themes eine ganze Reihe neuer Funktionen. Besonders hervor sticht dabei das neue A/B-Testing-Modul „Divi Leads“ das zumindest mir bisher nicht als in ein Theme eingebaute Funktionalität bekannt war. Darüber lassen sich zusammen mit dem Page Builder verschiedene Varianten einer Seite bzw. Teile davon ausprobieren und ihre Wirksamkeit auswerten. Hier ein paar Beispiele dazu im Video:

Mehr Details und weitere Beispiele zu Divi Leads gibt’s im Blog von Elegant Themes.

Weitere Divi Theme Updates in 2.7

Als weitere neue Funktion ist der verbesserte Im/Export von Divi Builder Layouts zu erwähnen. Mit diesem lassen sich nun leichter als zuvor Elemente der Divi Library aus einer bestehenden Installation Ex- in eine andere importieren. Die Exports passieren im JSON-Format und können anschließend in eigene Blogs oder bei anderen eingefügt werden. Interessanter Fakt daran: Auch Bilder werden beim Export als Binary Dump mit im Export gespeichert und so ebenfalls übertragen.

Auch die Theme Optionen und Theme Customizer Einstellungen können ab sofort exportiert und importiert werden. Die erhöhte Portabilität dürfte vor allem bei denen für Freude sorgen die mit Divi individuelle Themes für andere erstellen und so alles leichter übertragen können.

Alle Infos zum Divi-Theme und der Clubmitgliedschaft auf der Website von Elegant Themes.

Disclaimer: Die Links zu Elegant-Themes sind Affiliate-Links durch die wir an evtl. Einkäufen beteiligt werden. Am Endpreis ändert sich natürlich nichts.

WordPress: „Ungültiger Sicherheits-Token“ – was tun?

Fehler im Blog sind immer dann am ärgerlichsten wenn man selbst gar nichts davon mitbekommt. Die Fehlermeldung „Ungültiger Sichereits-Token“ könnte dazu gehören, denn sie tritt im öffentlichen Bereich gerne dann auf wenn ein Besucher einen Kommentar abschickt. Als Betreiber eines WordPress-Blogs merkt man es also nicht, solange man sich nicht ob der ausbleibenden Kommentare wundert oder von einem Besucher darauf hingewiesen wird.

Die Ursache für die Fehlermeldung „Ungültiger Sichereits-Token“ ist schwer zu finden aber um so leichter zu beheben. Grund für diesen Fehler im WordPress-Blog ist ein Konflikt zwischen WordPress‘ hauseigenen Plugin Jetpack und anderen Kommentar-Plugins. Bei mir war es das Antispam-Plugin AntiSpam Bee das nicht mit der Kommentarfunktion von Jetpack (siehe Screenshot) zusammen spielen wollte.

Ungültiger Sicherheits-Token

Es bleibt also die Qual der Wahl welche der beiden Funktionen wichtiger für das eigene Blog ist. Um den Fehler „Ungültiger Sicherheits-Token“ zu beheben muss auf jeden Fall dieser Konflikt aufgelöst werden und das geht am einfachsten durch entfernen/deaktivieren von einem der beiden Plugins.

WordPress und WPMU sollen vereint werden

Wie heute aus diversen Quellen zu entnehmen war, sollen die Projekte WordPress und WordPress MU (MultiUser) künftig in einem Projekt vereint werden. Ich begrüße die Entscheidung und will hier ein paar Punkte aufzählen weshalb das so ist.

Vorab ein paar Informationen für diejenigen die WPMU noch nicht oder nicht so gut kennen. Die Multi-User (Multi-Blog) Variante von WordPress basiert sehr stark auf dem „normalen“ WordPress und kann relativ Problemlos mehrere (bis hin zu vielen hunderten oder tausenden) Blogs betreiben. Oberflächlich betrachtet wird dafür jedes mal ein neuer WordPress-Blog installiert. Die Codebasis (also die Dateien) bleibt zwar immer die selbe, es werden jedoch für jeden Blog ein vollständiger Satz Datenbanktabellen angelegt. WordPress MU ist im Vergleich zu WordPress ein eher kleines Projekt und erfreut sich in letzter Zeit immer mehr Beliebtheit. Dies dürfte vor allem der Tatsache geschuldet sein, dass sich WPMU immer stärker entwickelt und dem eigentlichen WordPress angenähert hat. Nie war es so einfach WPMU zu installieren und mit Plugins zu versehen wie heute. Jeder halbwegs geübte WP’ler dürfte in der Lage sein auch WPMU zu betreiben – kleine Umwege und Probleme nicht augeschlossen, aber mit etwas Finesse ist das auch kein Problem. Neben diesem Blog läuft auch die Blogwiese und einige andere unserer Projekte seit einigen Wochen auf Basis von WPMU.

WordPress MU war von Anfang an für mich nicht alleine eine Plattform zum Betrieb einer Bloghostinglösung, sondern immer auch schon eine Chance mehrere WordPress-Blogs unter einem Dach zu betreiben. Die vielen Probleme und Umwege mit Themes und Plugins haben das in der Vergangenheit jedoch recht unattraktiv werden lassen. Dazu kam, dass kaum Informationen über WPMU verfügbar waren und das Forum bei WPMU eher weniger stark frequentiert war. Mittlerweile ist die Frequenz im englischen WPMU-Forum erfreulich hoch und auch die Informationen in Blogs werden immer mehr.

Welche Gründe sprechen nun also dafür, die beiden Projekte zusammenzulegen? In erster Linie ist es für mich die Chance für WPMU-spezifische Features mehr Aufmerksamkeit bei der Entwicklung zu bekommen. Im Moment ist Donncha O’caoimh der einzige Automattic-Entwickler der für WPMU entscheidend tätig ist. Er ist auf Mithilfe aus der Community angewiesen, die derzeit noch eher mäßig ist. Zudem steht er nicht Vollzeit für WPMU zur Verfügung, sondern entwickelt primär für WordPress.com (das auf WPMU basiert). Neue Releases oder Bugfixes lassen daher auch schon mal länger auf sich warten. Eine Zusammenlegung der Projekte könnte diesen Umstand verbessern.

Ein weiterer Grund ist sicher, dass WPMU so zu mehr Verbreitung kommen könnte. Letztlich eignet es sich wie oben erwähnt nicht nur für große Bloghosting-Ambitionen sondern auch für den Einsatz für eine kleine Multiblog-Umgebung. Cindy betreibt z.B. neben ihrer Blogwiese mittlerweile unter anderem ein Blog übers Abnehmen mit Metabolic Balance und ein Photoblog, hier gibt es mittlerweile ein noch recht leeres englisches Blog und weitere werden folgen.

Die Sorge, dass das „neue“ WordPress dann aufgrund des Funktionsumfangs User abschrecken könne oder gar hinsichtlich der Performance Probleme bekommen könnte, kann ich offen gesagt nicht ganz verstehen. In den entscheidenden Bereichen sehe ich keinen Unterschied in der Performance der beiden Plattformen und abgesehen von der globalen Administration (die evtl. noch etwas Benutzerfreundlicher gestaltet werden müsste) gleichen sich die beiden auch von der Bedienung bis auf ein paar wenige Ausnahmen. Jemand der also ohne Vorwissen auf eine der beiden Plattformen zu kommt dürfte bei WPMU nur wenig abschreckende Funktionen finden.

Alles in allem blicke ich einer evtl. Zusammenführung der beiden Projekte positiv entgegen. Ich denke, dass beide Projekte nur davon profitieren können. Ingesamt sollte man aber ohnehin vorsichtig sein, was die Mutmaßungen zu diesem Thema angeht. Basis für die Nachrichten zu diesem Thema ist eine Andeutung von Matt Mullenweg auf dem WordCamp in San Francisco. Eine offizielle Bestätigung gibt es noch nicht – auch nicht zum Zeitplan, der bisher auf den Release der Version 3.0 von WordPress geschätzt wird.

Gewinnspiel: WordPress Plugin Development (Buch)

WordPress mausert sich immer mehr zum Blogsoftware-Standard. Durch WPMU und BuddyPress wird der ohnehin schon hohe Funktionsumfang noch einmal deutlich erweitert. Wem das und die schier unglaubliche Menge an zur Verfügung stehenden Plugins noch nicht ausreichen, dem bleibt nichts anderes als sich ranzusetzen und seine Wunschfunktionen selbst einzubauen. Dank einer mittlerweile erprobten und vielfältigen Plugin API ist das nur ein mittelgroßes Problem

wordpress_buchIch habe hier ein Buch auf dem Tisch liegen, das sich auf den Umschlag schreibt Anfängern beim Einstieg in die Plugin-Entwicklung für WordPress helfen zu wollen. Das englischsprachige Buch wurde von Vladimir Prelovac geschrieben und erst vor wenigen Wochen von Packt Publishing veröffentlicht. Es trägt den Titel „WordPress Plugin Development“ und gewährt entsprechend den Versprechungen einen ersten Einblick in die Plugin API von WordPress. Anhand einiger Beispielplugins soll der Einstieg möglichst schnell erfolgen.

Ich bin leider selbst aus Zeitmangel erst bis zum ersten Kapitel gekommen, denke aber dass damit defintiv ein guter Einstieg möglich ist. Voraussetzung dafür sind zumindest grundlegende Kenntnisse in PHP und natürlich auch HTML/CSS sobald es an die Ausgabe geht. Für jeden der schon mal selbst ein Plugin geschrieben hat, dürfte das Buch wenig neues bieten, für Neulinge ist es in meinen Augen aber ein guter Anfang.

Ich hab‘ hier noch ein druckfrisches, nigelnagelneues Exemplar liegen, dass ich gerne einem von Euch schenken möchte. Schreibt dazu bitte in den Kommentaren oder in einem eigenen Blogbeitrag (dann bitte mit Trackback, damit ich’s mitbekomme) darüber welches Plugin ihr gerne selbst für WordPress programmieren würdet. Ich werde Ende des Monats zusammen mit Cindy aus allen Teilnehmern den Gewinner losen.

Wer nicht warten will, sondern lieber direkt mit der Pluginentwicklung anfangen möchte kann das Buch bei Amazon zum derzeit reduzierten Preis von 32,99€ kaufen.

Fehler bzgl. session_start()

Ich bin zur Zeit noch auf Familienbesuch im Osten der Nation, habe aber heute via Twitter die Info bekommen, dass bei Gästen hier ein Fehler bzgl. der Funktion session_start() auftritt. Offenbar handelt es sich dabei um ein Problem mit dem Plugin von Woopra. Grund zur Sorge besteht nach erster Einschätzung jedoch nicht. Ich habe im Woopra-Forum bereits auf den Fehler hingewiesen. Ich denke, dass sich das in den nächsten Tagen löst.