Ab sofort: Wöchentliche Auswahl handgeklopfter Links

Ziemlich lange schlage ich mich schon mit dem Gedanken herum Inhalte zu kuratieren. Aufgrund der Masse der Inhalte, die einem heute in den unterschiedlichen Themenbereichen entgegenschwappt und der sinkenden Qualität bei den Medien (anderes Thema, das ich an dieser Stelle nicht ausführen möchte), sehe ich einen großen Bedarf für eben diese persönliche Auswahl.

Nach einigem Zögern, habe ich mich nun endlich dazu durchgerungen und das ganze umgesetzt. Unter http://get.helmi.email könnt ihr eine regelmäßige Emailzusendung kostenlos abonnieren (an der kostenpflichtigen Plus-Version arbeite ich noch *hust*).

Am Anfang habe ich überlegt, ob ich bzgl. der Erscheinungshäufigkeit nur ein wages „regelmäßig“ hinterlassen, habe mich dann aber dazu entschlossen mich selbst unter Druck zu setzen und daraus ein wöchentlich zu machen. Auch als kleine Selbstgeißelung. Mal sehen wie lange ich das durchhalte und auch ob sich der wöchentliche Rhythmus inhaltlich als richtig herausstellt.

Für Feedback vorab und nach den ersten Ausgaben bin ich unendlich dankbar. Gerne hier in den Kommentaren, per Email (einfach bei einer der wöchentlichen Aussendungen auf antworten drücken) oder bei Twitter. Facebook wird mir immer suspekter, weshalb ich bitte mir dort keine Nachrichten zu schicken – die Chance ist groß, dass ich die erst Tage später sehe.

 

Der tägliche Kampf mit Google Mail

Google Mail ist ja grundsätzlich ein Segen. Nie zuvor gab es einen Email-Provider bei dem technisch alles so gut funktionierte wie bei Google: Sehr treffsicherer Spamfilter, sehr hohe Verfügbarkeit, sehr gut benutzbarer Webmailer, voller Zugriff per POP3/IMAP ohne unsinnige Einschränkungen (z.B. web.de – bis heute zeitliche Abfragesperren bei POP3), kontinuierliche Weiterentwicklung zusätzlicher – teilweise sehr nützlicher – Funktionen abseits des Mail-Standards.

Nicht zuletzt der letzte der aufgezählten Punkte macht es schwer für Google Mail einen passenden Mail-Client zu finden. Unterstützung für die etwas eigenwillige IMAP-Ordnerstruktur von Google ist oft schon gegeben, die Anbindung an den Google-Spamfilter findet man auch noch hier und da. Geht es jedoch an die Labels oder den sortierten Posteingang wird es oft schon eng. Zwar unterstützen einige Mac OS X Programme auch die bunte Verschlagwortung von Google, aber so richtig umgesetzt hat’s noch keiner.

Und so kämpfe ich irgendwie jeden Tag mit bisher immer nur mehr oder weniger mangelhaften Lösungen für die Nutzung mehrerer Google-Mail-Konten in meinem Arbeitsalltag. Eine wirklich gute Lösung ist mir bisher nicht untergekommen.

Für den größte Teil der Zeit in der ich nun Google Mail und Mac OS X einsetze habe ich Mailplane genutzt. Mailplane ist eine Mac OS X App für Google Mail die man so eigentlich nicht als Mailclient bezeichnen darf. Im Grunde ist es ein angepasst Webbrowser der entsprechend das Webfrontend von Google Mail nutzt. Großer Vorteil zu anderen Browsern war dabei die Möglichkeit mehrere Google Mail-Konten zu nutzen und parallel nach neuen Mails abzufragen. Mit einem Doppelklick lässt sich dann zwischen den Konten wechseln. Die Notwendigkeit einer solchen Lösung schwindet immer mehr durch die Einführung der Mehrfachanmeldung bei Google.

Selbige erlaubt es mittlerweile im Browser zwischen verschiedenen angemeldeten Google-Konten umzuschalten. Fehlt lediglich die Information in welchem Konto ggf. eine neue Email wartet. Das dürfte aber evtl. auch über Browser-Addons zu lösen sein. Der große Nachteil aller Browserlösungen (inkl. Mailplane) ist, dass die Benutzung  nur dann angenehm und schnell ist, wenn die Internetleitung und der Zustand der Google-Server es hergeben. Gerade wer öfter in Mailplane zwischen mehreren Google-Konten wechselt, weiß ein Lied davon zu singen, dass es auch bei breitbandigen VDSL-Anbindungen immer noch zu Verzögerungen und nervigen Wartesekunden beim umschalten zwischen den Konten kommt. Das klingt erstmal nicht schlimm, stört im täglichen Arbeitsfluss aber nicht unerheblich.

Dieses Problem kann nur ein Desktop-Client lösen. Hier gibt es vor allem zwei, die noch nicht sehr alt sind aber schnell sehr bekannt wurden. Der ältere von beiden ist Postbox. Mittlerweile in der Version 3 erhältlich ist es für meine Bedürfnisse schon fast ein Funktionsmonster. Der jüngere von beiden der seit letztem Jahr für kleines Geld im Mac App Store erhältlich ist nennt sich Sparrow. Im Gegensatz zu Postbox ist er deutlich schlanker und viel weniger ein Funktionsmonster.

Noch ein Punkt unterscheidet Sparrow von Postbox: Er wurde von Anfang an als Google-Mail-App konzipiert. Unterstützung für andere IMAP-Konten gab es erst in einer späteren Version. Dadurch sind viele googlespezifischen Dinge gut integriert – leider nicht alle. Leider scheint auch die Weiterentwicklung von Sparrow etwas ins Stocken geraten zu sein. Warum das so ist entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Mein größtes Ärgernis bei Sparrow: Von Zeit zu Zeit stoppt die Abfrage neuer Mails ohne Erkennbaren Grund und lässt sich nur durch einen Neustart wieder aktivieren. Das Problem: Man merkt es nur an den fehlenden neuen Mails – keine Fehlermeldung, nichts dergleichen. Außerdem fehlt bei Sparrow leider die Möglichkeit mehrere einer Mail zugewiesene Labels darzustellen. Immer nur ein Label wird angezeigt und das auch nur als dezentes farbliches Dreieck.

Postbox habe ich nur kurz getestet – es gab schon auf den ersten Blick vieles was mich daran gestört hat. Das überladene Interface war der auffälligste und wichtigste Punkt. Die Integration von Google geschieht hier noch deutlich oberflächlicher als bei Sparrow – schließlich wurde Postbox auch ursprünglich nicht als Google-Mail-Client entworfen. Einige der Google-Funktionen gibt es erst seit der aktuellen Version 3.0.

Bleibt unterm Strich das Problem, dass viele der nützlichen Google-Funktionen von Emailclients nicht oder nur mangelhaft unterstützt werden. Ein wichtiges Beispiel: Die Filter. Viele meiner Mails kommen in großer Regelmäßigkeit und müssen entsprechend automatisch in Labels sortiert und teilweise direkt aus dem Posteingang verbannt werden um das Aufkommen dort gering zu halten. Das funktioniert nur wenn der Zugriff auf die Filter möglichst einfach ist. Zumindest aber die Anzeige der Labels muß im Client ordentlich sein. Kann man sich für die Konfiguration der Filter vielleicht noch ins Webfrontend begeben ist das einordnen der Mails Anhand der Labels dann schon ein wichtiger Punkt.

Am Ende bleibt für mich vorerst wohl nur das Webfrontend, die Hoffnung stirbt aber noch nicht, dass evtl. irgendwann jemand einen Mailclient baut der noch tiefer in Google Mail integriert ist als es die jetzigen sind.

Mehrere Gmail-Accounts unterwegs im Griff (Google Mail)

Mailplane ist die perfekte Lösung um mehrere Gmail-Accounts unter OSX in den Griff zu bekommen. Leider sieht es mit ähnlichen Anwendungen für’s iPhone oder unter Linux eher schlecht aus. Genau das sind für mich aber die relevanten Systeme für unterwegs und daher musste nun endlich eine Lösung gefunden werden um die zahlreichen Google-Accounts verwaltet zu kriegen.

Wie ich an anderer Stelle schon mehrfach erwähnt habe gibt’s bei mir für Emails seit geraumer Zeit nur noch eine Lösung: Google Mail (Gmail). Ich nutze mehrere Googlemail.com-Accounts und mittlerweile auch eine ganze Reihe Google-Accounts mit eigener Domain (Google Apps). Unter Mac OSX ist dabei MailPlane zur unverzichtbaren Anwendung geworden. Es nutzt die hervorragende Weboberfläche von Google Mail und packt sie in eine eigene Anwendung die in der Lage ist unbegrenzt viele verschiedene GoogleMail-Accounts zu verwalten und auch beim jeweils nicht eingeloggten Account auf neue Nachrichten zu prüfen. Weiterhin integriert es sich in den OSX-Desktop wie eine normale Mailanwendung: mailto:-Links in Browsern werden abgefangen, es gibt eine Growl-Benachrichtigung für neue Emails und Attachments können per Drag&Drop in eine Mail gezogen werden. Alles in allem eine für meine Zwecke perfekte Lösung.

Was mir jedoch noch fehlte ist eine Lösung um die Emails auch Unterwegs am iphone oder am Netbook (Ubuntu Linux) problemlos abfragen zu können ohne jeweils umständliches Imap-Setup pflegen zu müssen. Bei derzeit 13 Accounts ist das durchaus ein Faktor. Zumal GoogleMail nur teilweise kompatibel mit der üblichen Imap-Ordnerstruktur ist und z.B. bei Thunderbird einiges an Handarbeit erfordert, wenn man nicht unnütze zusätzliche Labels in Gmail haben will. Außerdem will ich die ansich sehr gute Weboberfläche bzw. die Mobile Version auf möglichst allen Geräten haben – da kennt man sich einfach aus und weiss damit umzugehen.

gmailmanager

Nach etwas Recherche heute morgen bin ich mittlerweile schon ziemlich weit und habe für beide Plattformen eine brauchbare Lösung gefunden. Eine richtig gute sogar fürs Netbook: Mit dem Firefox-Addon „Gmail Manager“ lassen sich ebenfalls beliebig viele Konten auf neue Emails prüfen. Die Prüfung erfolgt wie bei Mailplane ohne sich in jedes Konto erst einloggen zu müssen. Das jeweils ausgewählte Konto kann man dann durch einen simplen Klick schnell im Firefox besuchen – Auto-Login inklusive. Das Abfrageinterval lässt sich für jedes Konto getrennt einstellen. Außerdem schön: Die Einstelllungen können in eine XML-Datei exportiert werden – leider ohne die Passwörter zu den Accounts.

gmatemail1Meine Lösung für’s iPhone ist nicht ganz so schön, aber immerhin schon mal ein Anfang. Es handelt sich dabei um eine App bei der sich bis zu 6 Accounts einrichten lassen. Im Endeffekt ist der Vorang ähnlich dem Firefox-Addon. Innerhalb der App wird der mobile Safari genutzt um den Nutzer beim jeweiligen Account in die mobile Gmail-Oberfläche automatisch einzuloggen. Was leider nicht erfolgt ist eine automatische Prüfung auf neue Emails der eingetrangenen Accounts. Mit dem im Sommer erscheinenden iPhone OS3 sollte das dann theoretisch sogar ohne laufende Application möglich sein. Ob der Programmierer das aber auch in die Tat umsetzt ist fraglich. Die App nennt sich Gmate Mail for Gmail und ist für 0,79€ im Appstore (iTunes-Link) erhältlich.

Insgesamt zwei zufriedenstellende Lösungen. Vielleicht gibt’s ja für’s iPhone noch etwas besseres und ich konnte es nur nicht finden? Wenn hier jemand einen Tipp hat: immer her damit. Auf jeden Fall macht so das abfragen der Emails von unterwegs deutlich mehr Spaß.

Mail.app und mehrere Absender

Das ist gar keine einfache Angelegenheit mit Mail.app. Ich hab mich nun damit abgefunden, dass ich nicht einfach für ein IMAP-Konto mehrere Absenderemails und -namen haben kann. Es geht einfach nicht – selbst die mehreren Email-Adressen scheinen mehr ein Easteregg als eine echte Funktion zu sein, auch wenn sie mittlerweile bei Apple offiziell dokumentiert sind.

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