Der DOSB und das traurige Ende des Saftblogs?

Es ist traurig, aber irgendwie war es nicht anders zu erwarten. Hintergrundinfos zu der Geschichte DOSB ./. Saftblog gibt’s hier und hier für die nicht-Eingeweihten.

Aktuell sieht es so aus: „Heute abend erhielt ich dann doch noch einen Anruf von unserem Anwalt, der inzwischen mit dem Anwalt des Abmahnenden sprechen konnte. Das Ergebnis dieses Gespräches war, daß man keine Veranlassung sieht, über ein Entgegenkommen zu verhandeln und die Abmahnung vollumfänglich bestehen bleibt“ (Zitat vom saftblog).

Eigentlich ist den Worten Roberts nicht mehr viel hinzuzufügen, eine Kleinigkeit würde ich dennoch gerne loswerden.

Jeder der glaubt eine Sache anwaltlich regeln zu müssen, sollte sich erst einmal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre das Problem mit direkter Kommunikation (am besten mündlich oder gar Auge in Auge) konstruktiv anzupacken. Gerade im Fall von Abmahnungen sind meist die einzigen wirklichen Nutznieser die beteiligten Anwälte. Aber auch in anderen Situationen lassen sich Probleme oft besser beseitigen, wenn man eine Lösung sucht, anstatt mit der Route zu drohen.

Im Fall des DOSB ./. Saftblog bleibt nur zu hoffen, dass das noch nicht alles war – im Sinne aller.

Vermutlich werden wir die Unterlassungserklärung akzeptieren. Auch wenn die Rechtslage nicht eindeutig erscheint, so bitte ich trotzdem um Verständnis, daß ich dieses Risiko wahrscheinlich nicht eingehen kann, auch wenn der Rechtssprechung und anderen im Moment Betroffenen insgesamt weitergeholfen wäre. Außerdem haben wir wie sicher viele von Euch, um die Weihnachtszeit eh schon genug um die Ohren, und benötigen unsere ganze Kraft für die Kelterei.

Zitat Kirstin Walther, saftblog.de – ohne Kommentar.

[tags]saftblog,abmahnung,dosb,recht,anwalt,streit,walther[/tags]

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0 Kommentare

  1. Hallo Herwig, kam denn in meinem Artikel das Gefühl von Unverständnis auf? Im Gegenteil – ich habe absolut Verständnis dafür. Nichts desto trotz darf man die Thematik nicht totschweigen.

  2. Nein Helmi, Du sicher nicht. Aber ich bin überzeugt, dass das Thema auch dann noch in die „richtige“ Presse gehen wird, wenn Kirstin und Jörg zunächst mal versuchen das eigene nicht wirklich kleine Problem zu lösen. Leider verstehen das nicht alle Blogger und deswegen habe ich als Kollege irgendwie das Gefühl eine Haltung verteidigen zu müssen, die ich als Verantwortlicher für 17 Leute plus Familien vielleicht leichter nachvollziehen kann, als ein junger Blogger, der die Saftblogger im Moment grinsend am ratternden Besuchercounter wähnt.

  3. Was die Vermutung über deren Sorgen angeht, liegst Du glaube ich falsch. Vielen, wenn nicht den meisten Bloggern, ist durchaus bewusst, dass das für die beiden bzw. die Firma erstmal ein zu überwindendes Problem ist. Es gibt aber an der Sache halt noch die andere Sicht – nämlich die auf „das Ganze“. Letztlich sorgen sich viele (zumindest mal die kleinen, primär privaten) Blogger auch um Ihre eigene Haut und um Ihre Redefreiheit. Nicht zuletzt deswegen wird das Thema evtl. so schnell nicht ruhen. Das ist zum Teil auch verständlich.

    Das sollte jedoch auch die Gespräche von Walthers mit dem DOSB nicht weiter negativ beeinflussen.

    Auf jeden Fall wünsche auch ich den beiden alles erdenklich gute bei Ihren Gesprächen/Verhandlungen.

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