Kurzes Fazit zum BarCamp München 2008

Nun ist es vorbei, das Barcamp in München 2008. Bilder für neugierige gibt’s bei Flickr. Steffi und ich waren am Freitag Abend auf der Warmup-Party und am Samstag in einigen Sessions und zum Händeschütteln und Kaffeetrinken. Bevor ich irgend etwas anderes zu den Eindrücken meiner ersten Barcamp-Teilnahme sage, will ich den Organisatoren ein großes Lob aussprechen. Nils Hitze und die anderen haben tolle Räume, schöne T-Shirts, klasse Tassen, perfekte Verpflegung und noch viel mehr hinbekommen. Vielen Dank dafür!

So ganz positiv war mein Gesamteindruck leider nicht. Dafür können die Organisatoren aber eher wenig. Grundsätzlich finde ich so ein Barcamp eine Klasse Sache: Man trifft sich, lernt Menschen kennen die man oftmals bisher nur virtuell kannte und bekommt die Möglichkeit Wissen von andere im Rahmen der Sessions aufzusaugen beziehungsweise eigenes Wissen in eigenen Sessions weiterzugeben. Das Konzept ist sehr interessant, verliert jedoch in meinen Augen schlagartig an Attraktivität mit der Menge der Teilnehmer.

Ich kann nicht genau sagen wie viele Leute am Wochenende da waren. Gemeldet waren ca. 400 und so viel weniger waren es wohl auch nicht. In zahlreichen Konferenzräumen (6? 7?) wurden ebenso viele Sessions gleichzeitig abgehalten. Durch die Masse der Teilnehmer haben sich sowohl die Vorstellungsrunde (jeder Teilnehmer nimmt kurz das Mikro in die Hand, nennt Name + 3 persönliche Tags) als auch die Sessionplanung unerwartet in die Länge gezogen, weshalb es nach hinten raus immer mehr Probleme in der Zeitplanung gab. Sessions waren gerade mal zur Hälfte durchgeführt – schon platzten im Minutentakt die nachfolgenden Vorträger und Zuschauer in den Raum. Die in meinen Augen sehr wichtige Diskussion rund um die Themen geht damit verloren.

Nun fehlt mir natürlich der Vergleich zu anderen Barcamps – vor allem zu kleineren. Mag sein, dass das da alles auch schon anders lief, oder das anderen genau das an Barcamps gefällt. Für mich wars leider ein klein wenig ein Dorn im Auge. Das schmälert meinen persönlichen Erfolg dieses Wochenendes eigentlich nicht, denn mein primärer Antrieb dort hin zu fahren war es endlich Leute wie Flo, Christin, Oliver und andere persönliche kennenzulernen und ein paar Worte zu wechseln, was in den meisten Fällen auch geklappt hat.

Das wird letztlich auch der Grund sein, warum wir sicher in Zukunft auch wieder das ein oder andere Barcamp ansteuern werden. Tendenziell werden wir uns jedoch wohl eher die kleineren aussuchen. Auch das ein oder andere Themenbarcamp werde ich in’s Auge fassen.

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2 Kommentare

  1. Genau deshalb haben einiges (auch ich) beim Barcamp Vienna Oktober 2008 festgestellt, dass mit rund 180 TeilnehmerInnen der Plafond erreicht sei. Darüber wird es einfach zu groß, zu unüberschaubar.
    400 ist für mich eine Dimension, die wohl ganz anders organisiert werden müsste.
    Daher mag ich die österr. Dimensionen wo wir uns zwischen 30 und 150 Personen bewegen :-)

  2. Richtig! Es ist toll, dass das Barcamp-Konzept so viele Leute anzieht. Es ist aber leider nicht für so viele Leute ausgelegt. Die Orga-Teams werden immer wichtiger. Was Teilen des Konzept (Möglichst viel wird spontan organisiert) eigentlich widerspricht.

    München war mein drittes Barcamp insgesamt und mein erstes in dieser Größenordnung. In Zukunft werde ich wohl eher thematisch spezialisierte Themencamps besuchen.

    Bin schon mal gespannt, wie die Reaktionen auf das Riesen-Barcamp kommendes Wochenende in Berlin sein werden.

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