Readers Edition – Böses Blut?

Ein wenig böses Blut fließt da gerade bei der Readers Edition. Die Readers Edition ist als Ableger der Netzzeitung und unter dem Stichwort „Bürgerjournalismus“ bekannt geworden.

Vor einigen Wochen hatte der damalige Netzzeitung-Geschäftsführer Dr. Michael Maier seinen Abgang von der Netzzeitung und die Mitnahme der Readers Edition in die neue Firma „BF Blogform Readers Edition GmbH“ bekanntgegeben.

Wie nun letzte Nacht bekannt wurde, rumpelte es aber wohl schon  seit einigen Tagen im Karton der Readers Edition. Einige Veränderungen standen an – soweit war man sich wohl auch noch einig. Die Art und Weise der Änderungen und der Umgang mit den ehrenamtlichen Moderatoren fand jedoch heute Nacht offenbar seinen Höhepunkt.

Um kurz nach 0 Uhr schreiben Steffen Büffel und Peter Schink, zwei der mittlerweile ehemaligen Moderatoren, auf ihren privaten Blogs:

Seit Michael Maier die Readers Edition gekauft hat, hat sich einiges geändert. Am gestrigen Montag nun hat das Projekt einen deutlichen Einschnitt erfahren. Die Leitung der Readers-Edition legt den Begriff Social Media neu aus. Bis auf Peter Schink und ich wurden alle alten Moderatoren mit nicht gerade freundlichen E-Mails und ohne Vorankündigung entlassen. Vom ursprünglich etwa zehnköpfigen ehrenamtlichen Moderatorenteam ist nun kaum noch jemand übrig.

…sie äußern sich auch kritisch über die Art und Weise…

Verwunderlich ist neben dem Tonfall gegenüber den Ehrenamtlichen (”Wir konnten nicht feststellen, dass Du mit diesen Aufgaben so gut zurecht kommst, wie es nötig wäre.” und “Zumindest warst Du mit den wenigen Aktivitäten in den letzten Wochen nur mäßig hilfreich.”) auch das Vorgehen an sich.

…und giben sogleich ihren Rücktritt bekannt…

Für das Projekt an sich betrachten Peter Schink und ich den heutigen Schritt allerdings als herben Einschnitt. Wir haben deshalb – vor allem aus Gründen der Kollegialität gegenüber den anderen ehrenamtlichen Moderatoren – die Macher der Readers-Edition darüber in Kenntnis gesetzt, dass wir unsere Tätigkeiten mit sofortiger Wirkung beenden und haben um die Aufhebung unseres Moderatoren-Status gebeten.

(die Zitate stammen von Steffen Büffel, der Beitrag findet sich leicht umformuliert auch bei Peter Schink).

Fast noch deutlichere Worte sind bei Florian Siebeck und Ruprecht Frieling zu finden. Bekanntermaßen sehr deutliche Worte natürlich auch von Don Alphonso zu diesem Thema.

Die Moderatorenliste der Readers Edition ist seither stark geschrumpft. Als einzige Moderator mit Bild ist Christian Klaß, Mitgründer von golem.de und Geschäftsführer der Golem-Betreiber Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH, übrig geblieben.

Bleibt abzuwarten was aus der Readers-Edition wird und wie sie diesen Einschnitt überlegt. Es dürfte auf jeden Fall schwer werden für Dr. Michael Maier, schnellstmöglich wieder ein (ehrenamtliches) Team zu formen, dass den Tagesbetrieb der Readers Edition auf die Reihe kriegt und sich mit der aktuell vorherrschenden Geschäftspolitik einverstanden erklärt. Vor allem mit letzterem dürfte es sehr schwer werden. Auf eine Stellungnahme von Maier bin ich schon gespannt.

Weitere Blogs zum Thema:

  • R.I.P. Readers Edition auf F!XMBR
  • Journalismus 2.0 » Blog Archive » Dicke Luft bei der Readers Edition
  • Thomas Wanhoffs Weblog » Readers Edition feuert Moderatoren
  • Frederic Schneider » Hausputz bei der Readers Edition
  • onlinejournalismus.de – Das Magazin zum Thema » Blog Archive » Dissonanzen bei der Readers Edition

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3 Kommentare

  1. Ich hoffe mal es verbessert sich einiges. So Artikel wie die Wikiprawda-Sachen gingen mir eh viel zu sehr auf den Sack. Vielleicht kann man die RE ja dann endlich mal lesen.

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