Zwitscher, zwitscher, twitter.com

twitter.pngDas Sprichwort „die Spatzen pfeifen’s von den den Dächern“ bekommt eine neue Dimension. twitter.com (zu Deutsch „gezwitscher“ oder auch „geschnatter“) ist ein nicht ganz frischer Dienst, der im Moment in den deutschen Blogs ein wenig die Runde macht. twitter ist technisch gesehen so etwas wie ein Miniblog mit superdupervernetzungs-notification, gesellschaftlich gesehen eher eine Nervensäge – zumindest geht’s mir so.

Was soll das alles? Ja das frag‘ ich mich im Moment auch. Anfangs hab‘ ich twitter einfach ignoriert, weil ich schlichtweg keinen Sinn drin gesehen hab. Der Gruppenzwang hat mich dann doch dazu gebracht mich anzumelden und was soll ich sagen – ich seh den Sinn immer noch nicht. Es ist wirklich ganz lustig. Man bekommt eine eigene URL – meine ist http://twitter.com/helmi – auf der man dann ab sofort über verschiedene Kanäle (Web, Software, SMS, IM, WordPress) seine Zwitscherer auf die eigene Seite schicken kann – das ganze wird dann in chronologischer Abfolge dargestellt. Zusätzlich hat man die Möglichkeit andere Schnatterer zu seinen Freunden zu machen – ihnen zu „folgen“ (Followers) und damit ihr gezwitcher auf der eigenen Startseite zu sehen. Alternativ kann man sich das gezwitscher der anderen auch per Instant Messenger oder SMS schicken lassen und kann’s seit neuerstem auch im eigenen Blog archivieren.

Eine genaue Definition für twitter gibt es nicht, weshalb die einen einfach ihren Status publizieren (z.B. „Lese gerade die Zeitung“) und andere sich im halboffenen Freundeskanal im Chat-Stil unterhalten. Wem das generve per ICQ/MSN/Jabber whatever noch nicht reicht, der kann sich dann auch noch einen Schnatterfeed abonnieren und somit auch im Feedreader auf dem laufenden bleiben.

Insgesamt sicher ein lustiger Ansatz – man merkt jedoch bereits nach zwei Tagen (zumindest in meinem „Freundeskreis“), dass die Lust zu schnattern erheblich nachgelassen hat. Im Gegensatz zu den beiden Roberts, halte ich das ganz und gar nicht für „the next best thing/startup“. Eine nette Idee ist es allemal, aber für nen richtigen Renner müsste IMHO der Dienst mehr hergeben. Da fehlt einfach noch das ein oder andere Feature. Aber für Ideenköpfe ist zumindest der Hype um den Dienst interessant zu beobachten.

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