Fotos von Obama in der Wahlnacht (FlickR)

Amerika hat gewählt – Barack Obama heisst der Sieger. Soweit nichts neues und nichts was man noch dringend erwähnen muss. Nicht unerwähnt darf aber bleiben, dass das Internet im Wahlkampf von Barack Obama keine kleine Rolle gespielt hat. Über seine mySpace, Facebook und sonstigen Profile hat der Demokrat im Laufe des Wahlkampfs mehrere Millionen Fans/Freunde/Buddies angehäuft.

Auch bei FlickR ist er bzw. sein Team vertreten und soeben ist mir ein Album mit Bildern aus der Wahlnacht in die Finger gefallen. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich ehrlich überrascht war, wie intensiv und geschickt die Möglichkeiten des Webs für die Kampagne genutzt wurden. Auch wenn ich es hoffe, aber ich glaube – wie Nico – nicht, dass man es schafft für den Bundestagswahlkampf ’09 auch nur einen winzigen Teil davon erfolgreich zu adaptieren. Ebenfalls wird man es wohl nicht schaffen auch nur ansatzweise so viel Begeisterung für einen Politiker auszulösen.

Ähnliche Beiträge

  • Contaxe – Adsense-Alternative?

    Nach ein paar Verschiebungen des Starttermins soll nun am kommenden Montag, den 9. Juli ein neues, kontextsensitives Werbenetzwerk an den Start gehen. Hört man in 2007 etwas von „kontextsensitiv“ denkt man selbstverständlich sofort an eine Adsense-Alternative, zweifelt jedoch im selben Moment auch schon wieder daran, weil es andere bisher schließlich auch nicht so richtig geschafft…

  • Happy Birthday, Blogalm

    vor genau einem Jahr gings los mit der Blogalm, unserem kleinen Blogverzeichnis. Seit geraumer Zeit kümmert sich mein Schatz um die Freigabe der Blogs und sorgt dafür, dass nicht jeder Werbe- und Spamblog an’s Licht der Öffentlichkeit gelangt. Das wurden in letzter Zeit auch immer mehr und wenn mittlerweile knapp über 2200 eingetragene Blogs vorhanden…

  • Bravo YouTube – raus mit dem Gesocks

    Ein lautes Raunen ging durch die Medien. Spiegel Online berichtete heute über die Pläne der rechtsradikalen Partei NPD eine Art „Wochenschau“ auf YouTube zu veröffentlichen (wie auch in der Blogsphäre zu lesen war) Offenbar ist YouTube aber nicht ganz so blind wie manch anderer großer Webservice-Betreiber. Bereits im Laufe des Tages sind die ersten Videos…

  • Alles neu macht der Mai

    Das war knapp. Diese Überschrift war eigentlich schon für Anfang Mai geplant und davor sollte es sogar schon eine Warm-Up-Phase im April geben – alles Banane. Dem ein oder anderen der wenigen verbliebenen Leser ist trotz der langen Pause hier evtl. schon das neue Layout aufgefallen, das schon seit Ende April online ist. Was als…

  • Messaging im Browser mit meebo

    Ehrlich gesagt dachte ich mir „was soll das denn?“ als ich einen dieser browserbasierten Online-Messaging-Dienste zum ersten mal entdeckt habe. Kurz zur Erklärung: Bei meebo und anderen kann man sich kostenlos registrieren und dann seine Logindaten aus verschiedenen Messenger-System eingeben. Dazu zählen auf jeden Fall AIM, ICQ, Yahoo und MSN – im Falle von meebo…

  • Rivva – neuer Blog-Aggregator

    Ein bisschen wie Techmeme wird’s wohl werden, wenn man die Ausführungen von Frank Westphal so deuten will. Mit Rivva will er zukünftig die heiss diskutierte Themen dere Blogosphäre automatisch zusammentragen. Da hätten wir also auch gleich den Unterschied zu Blogpiloten und Blogbote. Derzeit scannt er nach eigenen Angaben nur einen sehr kleinen kreis an Blogs,…

8 Kommentare

  1. Da würde ich die Politiker aus Deutschland gerne mal sehen, die die am liebsten alles verbieten würde was im Internet gut ist – und keinen blassen Schimmer davon haben – und dann auch noch solche Dienste nutzen.

    So würde ich das sehen mit dem Internet, wenn bei „Killerspiel-Spielen“ schon so ein Aufstand gemacht worden ist…

    Die Berater unserer Politiker wissen warscheinlich nicht mal das es Twitter gibt und selbst wenn, dann denken sie bestimmt: „Achja Twitter ist doch Englisch…“

    Weit hergeholt ich weiß… aber so seh ich dit ;)

  2. Man braucht das auch nicht zu adaptieren. Jedes Land ist zum Glück noch etwas anders, sogar jeder nationale McDonalds. Ehrlich, eine wichtige Bedeutung von „Change“ ist auch, dass wir jetzt endlich aufhören, hechelnd allem von Amis Vorgemachtem nachzurennen

  3. Irgendwie hab ich mit dieser Reaktion gerechnet. Es ist irgendwie immer ein guter Vorwand darauf zu pochen, dass wir anders sind und ja nicht alles so machen müssen wie die Amis.

    Das ist auch immer eine gute Ausrede um nichts ändern oder gar modernisieren zu müssen.

  4. Der Vorteil beim Nachmachen ist ja, dass man sich das Positive rauspicken kann. Ob die Art von Wahlkampf 2.0 vorteilhaft ist, kann ja jeder selber beurteilen. Ich finde ja. Passt natürlich nicht zu jedem Politiker. Zu Obama hat es gepasst – zu McCain nicht.

  5. Ich empfinde die Raumaufteilung und Einrichtung auf dem Foto ziemlich häuslich und Bürgernah, ohne jetzt zu wissen wie eine amerikanische Durchschnittswohnung aussieht (sieht jedoch sehr AL Bundy like aus ;) ).
    Die Nutzung aller möglichen Kanäle fand ich auch krass, viel mehr würde mich nur interessieren ob die ganzen Versprechen gehalten werden. Einige Versprechen hat er ja schon auf die zweite Legislaturperiode verschoben. ^^
    Ist eigentlich irgendjemanden aufgefallen, dass der Bush so gut wie garnicht in den Medien war? Normalerweise unterstütze doch „Der Alte“ den Neuen oder nicht?

  6. So habe mein Zeug nochmal durchgelesen und finde man kann es missverstehen. :D
    Mit der Alte unterstützt den Neuen meinte ich natürlich Bush sollte doch während der ganzen Promotion McCain unterstützen.. Peace und so.

  7. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass hierzulande innerhalb der nächsten 20 Jahre ein auch nur halbwegs so perfekt inszenierter Wahlkampf geführt wird. Das liegt zwar vielleicht auch darin begründet, dass unser Wahlsystem anders funktioniert und dass die Budgets und vor allem das Fundraising lange nicht so dicke ist, wie in den USA – aber trotzdem denke ich, dass man mit einer derart ausgefeilten Strategie nicht nur die Jungwähler begeistern kann … von daher wäre es wirklich angebracht, dass auch die deutsche Politik anfängt, neue Medien und vor allem Gepflogenheiten zu adaptieren und sich wenigstens für ein Quäntchen Neuerung öffnet. Das würde der Politik aber im Allgemeinen auch nicht schaden … :-)

  8. Stimme dem Beitrag zu – das Web bietet einfach neue Möglichkeiten nicht nur der Kommunikation zum Wähler, sondern auch des Dialoges. So hat Obama ja nicht nur z.B. seine Reden im Internet sehr gut angeboten (und damit Menschen die Chance gegeben, sich damit diskutierend und kommentierend auseinander zu setzen), sondern auch seine Spendengewinnung maßgeblich auf das Internet gestützt (statt den früheren Konzepten der wenigen Großspender).

    Auch das Wahlergebnis hat ihm Recht gegeben – er hat auch bei solchen Gruppen zugelegt, die ihm bzw. generell demokratischen Kandidaten kritisch gegenüber standen.

    (Wer mag, eine Auswertung der Exit-Polls:
    http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/5305980/ )

    Also, ich finde, das Internet hat auch der Demokratie noch einiges zu bieten, wenn sowohl Wähler wie Politiker kritisch-konstruktiv damit umgehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert