Die Zukunft der RSS-Feeds

Roman hat mich heute mal wieder dazu gebracht über RSS-Feeds nachzudenken. Und seine Überlegungen zu diesem Thema decken sich teilweise mit meinen.

Teilweise besteht die Befürchtung, dass beim Anbieten von Feeds die Besucher ausbleiben, da diese alle Informationen per Feed abholen. Damit wäre die Online-Werbung nicht mehr so lukrativ.

…schreibt er. Und damit hat er vermutlich recht. Wobei das meine Erachtens nicht wirklich zutrifft. Bei guten Artikeln interessieren mich die Kommentare dazu mindestens genauso wie der Artikel und ggf. will ich sogar selbst kommentieren. Das trifft natürlich primär auf Blogs zu.

Die Lösungsansätze die Roman vorschlägt sind die folgenden:

Werbung in die Feeds einbauen: Ich hoffe, dass uns die Werbeart noch sehr lange erspart bleibt. Es würde mich nämlich ziemlich nerven, wenn ich auch noch bei den Feedreadern eine Filterung notwendig würde, so dass die Werbung aussen vor bleibt.

So wirklich erspart bleibts einem ja jetzt schon nicht mehr. Zumindest dann nicht wenn man wert auf bestimmte Blogs legt. Die Feed-Werbung von TLA tritt zumindest in meinem Reader immer häufiger auf und nervt auch immer mehr. Zwar ist sie recht klein und unauffällig dafür aber umso nerviger weil „immer gleich“. Die Blogtipps von Robert z.B. lese ich mindestens 20 mal, bevor da mal ein neuer kommt. Wenn die Werbung aber (was Platz und Aufdringlichkeit angeht) so klein bleibt, dann könnte ich damit leben.

Nur Anleser per Feed anbieten: Dadurch kämen die Besucher trotzdem auf die Seite, vorausgesetzt der Anleser ist genug interessant, um einen Klick zu wagen. Dem gegenüber steht die Notwendigkeit, Feeds und die Website lesen zu müssen.

Das ist für mich definitiv ein Nogo. Ich hab‘ erst vor einigen Tagen einige Blogs (vornehmlich sog. „SEO-Blogs“) aus dem Reader geworfen, weil da nur kleine Fetzen ankamen. Da verzichte ich dann gerne. :) Es gibt bei solchen Themenblogs i.d.R. genug Alternativen um bei gleichen oder ähnlichen Inhalten auf dem laufenden zu bleiben. An personality fehlt es ohnehin den meisten und damit machen sie sich auch recht leicht verzichtbar.

Feeds mit weiterführenden Links ausstatten: Das wäre wohl die beste und zugleich nobelste Variante, um die Leser der Feeds ohne Werbung in den XML-Files auf die Site zu bringen. Ausserdem entstünde dadurch in den Feeds ein Mehrwert, der beiden Parteien einen Dienst erweisen würde. Ebenso könnte es hilfreich sein, Interaktionen anzubieten.

Das klingt in der Tat am sympathischsten dürfte nur gerade im Falle von Weblogs recht schwer werden.

Man darf gespannt sein was sich hier tut.

Hier nochmal der Link zu Romans Beitrag.

[tags]rss,feed,feeds,werbung,zukunft,vision[/tags]

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