Was bringt Apps beenden beim iPhone wirklich?

Ich habe es gerade wieder bei einem Bekannten gesehen: ordentlich wie er ist, schließt er mindestens einmal am Tag penibel jede iOS App mittels des App Switchers auf dem iPhone und dem iPad … komplett.

Wozu soll das gut sein?

Seit iOS multitasikingfähig ist, können mehrere Apps im Hintergrund laufen. Viele kennen es noch von früher von ihrem Rechner, sei es PC oder Mac: viele Programme, die gleichzeitig im Hintergrund laufen belasten das System und die Performance bricht ein. Da war es stets gut ein wenig aufzuräumen und dafür zu sorgen, dass möglich wenig Apps im Hintergrund laufen.

Der App Kill Mythos

Apps vollständig schließen mit dem App Switcher auf dem iPad
Apps vollständig schließen mit dem App Switcher auf dem iPad

Diese Erfahrung übertragen viele auf iOS in der irrigen Annahme der App Switcher, die Anzeige nach zweimaligen Druck auf den Homebutton, würde die aktuell im Hintergrund laufenden Apps anzeigen und das Beenden dieser Apps mittels der nach oben Herausziehen-Geste würde damit auch die Hintergrundaktivität der jeweiligen App beenden. Das ist aber mitnichten der Fall. Der App Switcher zeigt im Grunde einfach eine chronologische Liste der zuletzt verwendeten Apps an, unabhängig davon, ob diese aktuell im Hintergrund aktiv sind oder nicht.

Das erzwungene Schließen einer App sorgt zwar dafür, dass die App beim nächsten Start nicht versucht den letzten Zustand wieder herzustellen und das kann in machen Fälle Probleme mit der jeweiligen einzelnen App lösen, aber es beeinflusst nicht, ob diese App im Hintergrund aktiv ist oder nicht. Dies kann man nur in den Einstellungen des iPhone oder iPad unter „Allgemein“ > „Hintergrundaktualisierung“ steuern.

Was wirklich helfen kann

Wer wirklich etwas für eine bessere Performance oder noch eher für längere Akkulaufzeiten tun möchte, findet dort den richtigen Ansatzpunkt, genauso wie bei der Regulierung der Bildschirmhelligkeit unter „Einstellungen“ > „Anzeige & Helligkeit“ oder mit dem Einschalten des „Stromsparmodus“ unter „Einstellungen“ > „Batterie“ (derzeit nur beim iPhone möglich).

iPhone Performance Einstellungen
iPhone: sinnvolle Energiespareinstellungen

Zumindest kann man sich die Zeit und Energie für das regelmäßige App beenden sparen, obwohl ich stark vermute, dass mein Bekannter trotzdem sein eingeschliffenes iPhone Ritual beibehalten wird.

Ähnliche Beiträge

  • Spaß mit dem Roboterstaubsauger

    Letzte Woche kam mit der Post ein Roboterstaubsauger der Firma Infinuvo an. Der Cleanmate QQ-2 wurde uns via Trigami zum testen zur Verfügung gestellt. Das ist keine Review-Kampagne, weshalb ein Blogbeitrag eigentlich nicht nötig wäre. Da ich aber von Technikspielzeug grundsätzlich begeistert bin und mich so ein Saugroboter schon lange interessiert, will ich ein paar…

  • Sevenload-Ibo über die Zukunft

    Der Chef von Sevenload, Ibrahim „Ibo“ Evsan, im Interview mit rebell.tv: [flash]http://sevenload.de/videos/VHHI0vp[/flash] [via Robert Basic] Interessante Aspekte, die Ibo hier anspricht. Vor allem gefällt mir der (auch anderweitig zu verfolgende) Gedanke, dass die neuen Videoportale zumindest in Teilen das herkömmliche TV-Programm ablösen könnten. Er spricht auch über Kooperationsmöglichkeiten mit myVideo und clipfish, über Robert Basic…

  • Nachtrag Diet Coke & Mentos II

    Gestern habe ich über das zweite Video von Eepy Bird geschrieben – den Nachfolger des bekannten „Diet Coke & Mentos“-Experiments. Erst heute habe ich gemerkt, dass dieses Video einige Besonderheiten mit sich bringt. Don’t miss The Domino Effect — a Google Video exclusive. In addition to being very fun, it demonstrates another interesting application of…

  • Warum Werbung sich ändern muss

    Eigentlich überschreibt Matt Mullenweg – der WordPress-Macher – seinen Beitrag ja mit „Why blog posts matter“ und erklärt uns darun warum sich Werbung in nächster Zeit drastisch ändern muss. Er hatte gestern in seinem eigenen Blog über das Redesign von WordPress.com geschrieben. 91% der Leser die auf den Permalink des Beitrags gekommen sind, haben sich…

  • NoFollow Experiment

    Wie regelmäßige Leser wissen bin ich ein bekennender NoFollow-Gegner. Warum? Weil’s keinen Spam verhindert sondern eine Zweiklassen-Gesellschaft bei Verlinkungen einführt. Mehr dazu im kleinen NoFollow-Report. Auch Frank vom Seo-Marketing-Blog ist kein Freund der vermeindlichen Google Antispam-Taktik und hat sich nun ein neues Experiment ausgedacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert