Nachricht vom Nachbarn: Vom Betrug mit der Nachbarschaftspost

Die angeblichen Nachrichten vom Nachbarn landen seit einigen Monaten in vielen digitalen Email-Postfächern und auf Anrufbeantwortern bzw. direkt im Ohr des abhebenden. Der Nachbar hätte angeblich eine Nachricht hinterlassen die man sich unter einer URL in Verbindung mit einem Code abrufen könne.

Der Abruf dieser angeblichen Nachbarschaftsnachricht ist dann in aller Regel nur über ein 2-Jahres-Abo möglich für das nicht unerhebliche Kosten in Rechnung gestellt werden. Der Einzug des Geldes erfolgt mit selten gesehenem Nachdruck und in den meisten Fällen erhalten die Betroffenen mehrfach Schreiben von Anwalts- und Inkassobüros mit nicht gerade harmlos klingenden Drohungen. Ohne Frage sind solche Fälle mit geöffneten Augen und genauem hinsehen vermeidbar, dennoch sind die Angebote nach deutschem Recht zumindest fragwürdig.

Die URLs lesen sich wie nachbarschaftspost.com, nachbarschaft24.net und vecindad24.net (eine spanische Version). Die Betreiber sitzen meist im außereuropäischen Ausland, vornehmlich in Dubai oder in der Karibik. Oftmals aber führen auch sämtliche Fäden diverser Firmen oder sollte man besser sagen sämtliche Faxleitungen einer Firma zu einem kleinen, beschaulichen Ort in die Schweiz – nach Wetzikon nämlich. Dort weiß man laut Auskunft des Polizei- und Wehramtsleiters Roger Kündig zwar nichts von dem angeblichen Servicecenter, die Abzocke findet jedoch dennoch statt.

Und vermutlich ist dem auch nur schwer Einhalt zu gebieten. Das einzige was mittel- und langfristig wirklich helfen kann ist sachkundige Aufklärung und Hilfestellung für Betroffene. Dem hat sich Oliver Götz verschrieben. Er bietet auf der Seite nachbarschaftspost.net umfassende Informationen, listet Medienberichte und bietet detaillierte Informationen zu den Betreibern. Er betont jedoch keine individuelle Hilfeleistung für Betroffene anbietet zu können und auch nicht für die bösen Seiten selbst verantwortlich zu sein. Offenbar schenken manche Betroffene der Seite von Oliver ebenso viel Aufmerksamkeit wie den Abo-Seiten zuvor.

Mehr Information und Hilfestellung für Betroffene gibt es auch im Forum Computerbetrug.

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3 Kommentare

  1. Nein Frank. Da hilft keine Aufklärung. Der Polizei und Wehramtsleiter ist nichts anderes als ein schmutziger kleiner Lügner. Die Schweiz hat bewusst Gesetze geschaffen, die es allen Kriminellen dieser Welt erleichtern soll, ihr Gewerbe von der Schweiz aus auszuüben.

    Es gibt nur eine einzige Maßnahme die diesen Verbrecherstaat austrocken kann, das ist die Grenzen zu schließen und für Europa ein totales Überflugverbot zu erteilen.

    Du kannst mit Kriminellen keine Geschäfte machen.

  2. Pingback: schlechte Nachbarschaft | OVERBERG.CC

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