Steve Jobs: schafft Kopiertschutz ab!

iPod 5GDigital Rights Management und der Kopierschutz. Immer wieder heiß diskutierte Themen. Zurecht, sind es doch technische Maßregelungen, die den ehrlichen Käufer betrügen und den Dieb nicht am klauen hindern. Das haben die letzten Jahre eindrucksvoll bewiesen. Nun hat sich Steve Jobs, der Chef von Apple, zu Wort gemeldet.

wie das Handelsblatt berichtet, würde Jobs den Kopierschutz bei iPod und iTunes von jetzt auf gleich abschalten, wenn es nach ihm ginge.

Die Musikindustrie wollte es damals in ihren Verträgen mit uns einfach so und wir haben unsere Zusagen auch eingehalten. Und wenn der Kopierschutz abgeschafft werden darf, sind wir die ersten, die es machen werden.

so der iPod-Erfinder.

Langsam wäre es für so einige Kandidaten in dem ganzen DRM-Drama mal an der Zeit etwas Einsicht walten zu lassen. Gebracht hat’s nichts außer verärgerte Kunden. Doch in der Musikindustrie schiebt man unaufhörlich den schwarzen Peter an die Raubkopierer. Die wären für die stark rückläufigen Verkaufszahlen bei Musik-CDs schuld. Ebenso natürlich an den teilweise eher mäßig erfolgreichen Download-Portalen. Wen wundert das wirklich? Als User, der sich nicht primär mit der Kompatibilität der einzelnen Systeme auseinandersetzt, hat man doch keinerlei Durchblick über die Vielzahl der am Markt befindlichen Kaufverhinderer DRM-Systeme. Was kann ich mit welchem Player abspielen? Wie lang, wie oft, oder darf ichs gar überhaupt noch anhören?

mehr zu Steve Jobs und DRM beim Handelsblatt.

Ähnliche Beiträge

  • Gravatar: Alter Hut

    Man man man. Nun ist Gravatar.com nach Monaten wieder online (derzeit beta unter http://site.gravatar.com) und es ist einfach nur Mist. Es ist langsam, reagiert teilweise gar nicht und ist so nützlich wie der UselessAccount. Ich kann meinen Gravatar nicht austauschen, keine zweiten hochladen und für das anlegen einer zweiten eMail brauch ich einen pro-Account für…

  • Technik-Tipp: WordPress Permalinks

    Als Steffi im April diesen Jahres mit dem Kartenblog gestartet ist, haben wir uns dazu entschieden auf eine kurze Variante der Permalinks zu setzen. Es wurde nur die Post-ID in die URL gepackt. Beispiel: http://www.kartenblog.de/342 Der Kartenblog besteht nun schon 8 Monate und wächst immer weiter. Unter den Bastelfans hat sie sich mit Ihren Anleitungen…

  • Twitter und so

    Twitter ist vermutlich deshalb so herrlich, weil es so wunderbar passiv sein kann, wenn man es so haben will – oder wie ein Chat oder Instant Messenger für die schnelle Kommunikation genutzt werden kann. Im Alltagsbetrieb rauschen die Nachrichten hier durch ohne, dass ich es mitbekomme – es sei denn jemand schreibt mich öffentlich mit „@helmi“ oder privat mit „d helmi“ an, was in meinem Twitterclient einen Signalton auslöst oder ich nutze eine kurze Pause um das aktuelle gezwitscher anderer zu verfolgen.

  • Sergey Brin’s Blog

    Einer, den man vor 10 Jahren noch kaum wahrgenommen hat und der heute einer der erfolgreichsten Menschen der Welt ist, bloggt jetzt. Sergey Brin, einer der beiden Google-Gründer und ca. 20-facher Milliardär, hat gestern angefangen zu bloggen. Jetzt erst? Ja, richtig — jetzt erst. Welcome to my personal blog. While Google is a play on…

0 Kommentare

  1. Na ja, Apple lebt ganz gut davon, seinen Musicstore und die iPod-Player als geschlossenes System zu verkaufen. Die Independent-Label haben Apple ja angeboten, die Musik in mp3 ohne DRM zu verkaufen. Wurde jedoch von Seiten Apples abgelehnt. Eine Öffnung des iTunes-Stores wäre der Anfang des Ende der iPod Marktführerschaft.

  2. Mir kommen die Aussagen von Jobs schon fast heuchlerisch vor. iTunes wurde vor fast vier Jahren an den Start gebracht und jetzt fällt ihm auf, dass DRM doch nicht so toll ist. Wenn man das Original seines Artikels liest, könnte man fast der Meinung sein, dass die Major Labels Apple praktisch die Dominanz bei den Downloadportalen und den Playern aufgezwungen hätten.

    Es hängt nicht damit zusammen, dass Gegenwind aus Europa weht, dass Amazon einen DRM-freien Store auf die Beine stellen möchte,… Nein, Steve Jobs bildet seit heute die Speerspitze der DRM Gegner und alle küssen ihm die Füße. Man werfe nur einen Blick auf Techmeme. Nur dummerweise schiebt er den schwarzen Peter den (europäischen) Konsumenten zu, die doch mal bitte Druck auf die großen vier ausüben sollen, schließlich seien ja zweieinhalb von denen europäische Firmen. Der arme Steve mit seinem Store und den Playern muss sich an Verträge halten.

    Ich könnte gerade kotzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert