Wieder entdeckt: Firefox als Standardbrowser

Seit einigen Wochen nun – eigentlich kurz nach Beginn meiner Mac-Ära, hatte ich nun den hauseigenen Apple-Browser Safari im Dauereinsatz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam ich eigentlich ganz gut mit ihm klar und die anfänglich offensichtlich große Zahl fehlender Erweiterungen war schnell kein Problem mehr. Da überwog ganz schnell die deutlich bessere Oberfläche (im Vergleich zu Firefox 2) und die massiv bessere Performance (im Vergleich zu Firefox 2 und 3 Alpha/Beta/RC).

Firefox 3 ist wieder in Betrieb

Es gab jedoch ein paar Punkte die mich störten. Zum einen waren da die Popups die nicht ordentlich zu handeln waren – entweder öffneten sich alle gewollten Popups (also diejenigen, die sich normalerweise auf Klick öffnen, wie z.B. die größere Version eines Bildes nach Klick auf das Thumbnail auf einer Website) bei entsprechender Einstellung im Plugin „Saft“ im Tab, oder es öffneten sich bei nicht aktivierter Einstellung die Popups dann tatsächlich als Popup, dafür aber alle target=“_blank“-Links im neuen Fenster, statt einem neuen Tab. Das führt dann schnell dazu, dass hier mal eben 10 Safari-Fenster geöffnet waren – z.B. nach einem Streifzug durch ein Forum und entsprechenden Bildanhängen. Selbst wenn ich diese Fenster geschlossen habe, hat Saft sie in der Sitzung gespeichert und beim nächsten öffnen von Safari fleissig wieder mit geöffnet. Schöner Spaß, wenn plötzlich 15 Fenster beim Browserstart aufspringen.

Das war eigentlich schon der Hauptgrund, warum ich letztendlich vor ein paar Tagen wieder zurück auf Firefox gesprungen bin. Mit einem neuen Profil (das alte war noch aus Linux-Zeiten und hat sicher allerhand Ballast mit sich rumgeschleppt), den wichtigsten Erweiterungen und allen gewohnten Einstellungen surft es sich auch mit dem Firefox 3 ganz flott und alles was ich brauche habe ich ohnehin in beiden Browsern.

Einziger Wermutstropfen: Links aus Twhirl öffnen nun wieder ein neues Firefox-Fenster, statt einen neuen Tab. Das liegt angeblich an Adobe AIR. Offenbar hat man es im Hause Adobe leider bis heute nicht geschafft diesen Bug zu beheben.

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13 Kommentare

  1. Nach meinem Switch zum Mac habe ich auch sofort den hauseigenen Safari benutzt, beziehungsweise nutze ich ihn immer noch hauptsächlich.

    Was mich an ihm noch stört, sind Punkte, die du bereits angesprochen hast. Zum einen die Handhabung von target=_blank – man kann nicht einstellen, dass hier neue Tabs geöffnet werden. Zum anderen die Pop-ups, die nicht geblockt werden.

    Was mir auch noch aufgefallen ist: Der Firefox ist beim Entwickeln von Websites irgendwie praktischer. Das mag an einigen hilfreichen Erweiterungen liegen, aber auch an Kleinigkeiten, die ich beim Safari einfach vermisse…

  2. Die Websiteentwicklerei war mir anfangs der größte Dorn im Auge – Dank „Develop“-Menü, „Element-Informationen“ und Co hab‘ ich da aber gar nichts vermisst im Vergleich zu Firebug und Co. Ist aber vielleicht auch eine Frage der Gewohnheiten.

    Bzgl. target=_blank: Das kann man schon einstellen, aber nur mit der (kostenpflichtigen) Erweiterung Saft. Dann öffnen sich allerdings auch gewollte Popups im neuen Tab – ärgerlich.

  3. Man kann doch irgendwo im Firefox einstellen, wie Links aus externen Anwendungen geöffnet werden sollen. Bei mir jedenfalls öffnen Links immer in neuen Tabs, gleich ob aus dem Mail-Client, Twhirl oder ich weiß nicht was.

    Allerdings setzte ich Linux ein, und Adobe AIR hat hier noch Alpha-Status

  4. Jo, unter Mac OSX ist das leider ein AIR-Bug. Aus anderen Anwendungen klappt das im Firefox auch wunderbar – nur Twhirl bzw. andere AIR-Anwendungen kriegen das leider nicht gebacken. Laut Aussage des (ehemaligen?) Twhirl-Programmieres eben leider ein AIR-Bug.

  5. Weil Twhirl:

    – mehrere Accounts unterstützt
    – Userstreams im Programm anzeigen kann
    – das hinzufügen neuer Freunden im Programm erlaubt
    – das entfernen von Freunden im Programm erlaubt
    – Twitter-Rates (wieder) beachtet
    – kostenlos und werbefrei ist
    – DMs/Replies gesondert anzeigen kann
    – Friends/Followers anzeigen kann

    … und mit dem schwarzen Theme auch nicht wesentlich kitschiger aussieht als Twitteriffic ;)

  6. den „air-bug“ kriegt man mit der so oder so empfehlenswerten tabmix plus extension ganz gut in den griff. die entsprechende einstellung nennt sich „einzelfenstermodus“ und ist im „links“ reiter unten zu finden.

  7. Du sprichst ein interessantes Thema an: kostenpflichtige Erweiterungen. Genau das habe ich in meiner Zeit der OS X-Nutzung immer wieder erfahren. Ich habe innerhalb kurzer Zeit mehr Geld als nötig ausgegeben. Die Einzelprodukte waren immer recht günstig, aber in der Summe kam sehr viel zusammen. Wegen mir soll gute Software auch entsprechende entlohnt werden. Aber es geht auch anders.

    Zurück zum Thema: FF 2 hatte seine Macken unter OS X. Trotzdem habe ich FF damals lieber als Safari 3 verwendet. Die Ladezeit war irrelevant, da die nur einmal erforderlich war. Viel wichtiger waren die technischen Features. Und die sind bei FF3 noch viel besser als damals. In Sachen Web-Development hat mich bei Safari gestört, dass ich es nicht hinbekommen habe, Javascript-Debugging hinzubekommen. Da ist Firebug ein Segen für jeden Entwickler. Ach so und ganz aktuell: Gibt es sowas hier auch für den Safari? SSL-Blacklist (http://codefromthe70s.org/sslblacklist.asp). Angesichts der aktuellen Thematik bzgl. unsicherer SSL-Zertifikate für mich ein „Must-Have“.

    Das zog sich dann immer weiter. Statt Mail kam wieder Thunderbird zum Einsatz. Statt iWork wieder OpenOffice, statt XCode wieder Eclipse, statt iTunes nahm ich Songbird usw. Letztlich blieb das reine OS X, dass dann auch wieder schnell ersetzt wurde. ;-)

  8. Pingback: Firefox: URL-Eingabe funktioniert (manchmal) nicht » Frank Helmschrott

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