Müssen Blogger schreiben können?

Diese Frage stelle ich mir in den letzten Tagen immer öfter. Natürlich ist damit nicht das schreiben gemeint, dass man in der erste Klasse lernt, sondern eher gekonntest schreiben, guter Sprachstil, (halbwegs) fehlerfreie Sprache und Grammatik.

Regelmäßige Leser meines Blogs ahnen es vermutlich schon: Ich war in Deutsch mein ganzes Schulleben lang eine Niete. Der Grund dafür lag – zumindest wenn es nach Eltern und Lehrer ging – immer darin, dass ich zu wenig gelesen habe. However – es ist nunmal so.

Durch die viele Schreiberei in Blogs und durch die Tatsache, dass immer mehr Leute meine geistigen Ergüsse lesen, kommt in mir der Drang auf besser zu werden – nur wie? Auch weil ich teilweise in anderen Blogs schönen Schreibstil lesen darf würde ich gerne dazu lernen. Ich hab‘ nur ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man das anstellen kann. Gibt’s hier autodidaktische Möglichkeiten die zeitnahen Erfolg sichern (Stichwort Motivation)?

Andererseits frage ich mich immer wieder ob’s in der Welt der Blogs überhaupt gefragt ist gut schreiben zu können!?

Es plagen mich also zwei Fragen:

  • Schreiben lernen aber wie?
  • Lohnt sich’s überhaupt? Müssen Blogger schreiben können?

Dazu würde ich gerne Eure Meinung hören. Ich hoffe dass alle meine 3 Stammleser diesen Artikel lesen und mich mit Feedback beglücken :)

[tags]intern,bloggen,schreiben,schreibstil[/tags]

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24 Kommentare

  1. Es gibt IMHO beides. Es gibt da die eine Art Blogger, die einen super interessanten Stil haben, und man deswegen gerne liest. Dann gibt es halt die andere Sorte, deren Artikel man vor allem wegen dem interessanten Inhalt und weniger wegen dem Stil liest. Beide Arten kommen IMHO an, allerdings hat es natürlich Vorteile, ein Händchen für den interessanten Stil zu haben :-) Ich persönlich bin auch eher der sachliche Blogger ohne interessantem Stil, Ausnahme war vielleicht letztens mein Trackback-Artikel im Sendung-mit-der-Maus-Stil.
    Mit Schulnoten hat das IMHO nix zu tun. Gibt halt ein paar Grundvoraussetzungen (Rechtschreibfehler vermeiden, keine langen Sätze mit 700 Wörter, etc.), aber nix besonderes IMHO.
    Fazit: Gut schreiben zu können hat sicherlich Vorteile, aber in erster Linie ist IMHO Inhalt wichtig.
    Aber alles ist Ansichtssache: ich persönlich hasse es, wenn jemand nur in Kleinbuchstaben schreibt, es liest sich einfach nicht so schnell und macht mir auch unbewusst den Eindruck, derjenige gibt sich keine Mühe. Es gibt halt aber auch Blogger wie der „ix“ die trotzdem viel gelesen werden. Aber vielleicht hätte er auch noch einige Leser mehr, würde er seine kaputte Shift-Taste endlich reparieren ;-)

  2. Ich darf zunächst Deine zweite Frage beantworten. Unbedingt, sonst könnte ich jetzt keinen Kommentar verfassen. Die erste Fragen ist entsprechend einfach zu beantworten. Nein, denn wer lernt (kopiert) zu schreiben, übernimmt zwangsläufig den Stil eines anderen. Alles klar?

    Gruß Strelon

  3. Danke für Dein Feedback, Strelon. Mit lernen meinte ich auch nicht unbedingt einen Stil zu erlernen. Ich meinte eher zu lernen worauf es ankommt – daraus dann den eigenen Stil zu formen ist natürlich der entscheidende Punkt.

  4. Lesen soll helfen schreiben zu lernen und immer wieder das Schreiben zu praktizieren dürfte Dich auch voran bringen.

    Blogger sollten schreiben können, jedoch kann auch ein interessantes Thema über mangelnde linguistische Fähigkeiten hinwegtäuschen…

  5. vielleicht lags auch nur an meiner Aversion gegen die Germanblogs, dass ich es als Werbeblog bezeichnet habe. In der Tat seh ich da keine Werbung, aber auch nicht so viel mehr als…

    „Seite nicht gefunden
    Die von Ihnen angegebene Seite wurde nicht gefunden.

    Bitte überprüfen Sie Ihre Eingabe.“

  6. Ich gebe da meinen Vorrednern in jeder Hinsicht Recht. Es kommt allein aufs jeweilige Blog an. Du kannst durch Stil glänzen, durch Inhalt, durch Provokation, durch dich als Person etc. Die Leserzahlen zeigen dann irgendwann mal, ob du, bzw. dein Blog bei anderen ankommt. Und wenn du nach Einträgen immer noch keinen Leser hast, solltest du dir halt überlegen, ob Katzenbilder im Blog wirklich spannend sind ;-)

  7. Da schließe ich mich doch gleich mal an. Fehlendes Sprachgenialität ist, so wie hier der Fall, sicherlich durch interessante Inhalte gut zu kompensieren. Anders herum kann ich mir dies allerdings nicht vorstellen.

  8. Pingback: Blogatelier / Wie entstehen gute Blog-Artikel?
  9. So noch ein kleines Schmankerl “producedâ€?. Ich kann es ja nicht lassen …

    sevenload.de/videos/YYAEMgp/li…

    Wartet nur ab bis ich das richtig raushabe!

    Dann rappelts im Karton ;-)

  10. Ich bastel den Link mal in meine Adresse rein, falls nicht passend kannst Du es ja vielleicht editieren …

    mit [flash….] fange ich hier mal lieber gar nicht erst an ;-) Will mich ja nicht bis auf die Knochen blamieren!

    MIC

  11. Erstmal vorweg interessante Fragen.
    Ich kann mich den Vorredner eigentlich nur anschließen, das es mehr auf den Inhalt ankommt. Ich finde die Beiträge sollten gerne gelesen werden, von Anfang bis Ende. Glaub so was nennt man Spannungsbogen. Also das man am Anfang seicht anfängt und neugierig auf den Hauptteil macht welcher anschließend mit einem Schlusswort zu beenden ist der das Thema/eigene Meinung auf den Punkt bringt. Rechtschreibung ist nicht das ausschlaggebende, man sollte verstehen was der Autor einem sagen will.

  12. Pingback: Blogschrott - » Trackbacks & Pingbacks von den Kommentaren trennen
  13. Pingback: Helmschrott Blog - Fabians Webblog
  14. Pingback: ogeeBloggin’ » Wie schreibt man gute Blogbeiträge
  15. ‚Einsicht ist der beste Weg zur Besserung.‘

    Deinem Artikel nach zu urteilen, ist eine Aufarbeitung Deiner Rechtschreibkenntnisse auch notwendig; viel Erfolg.

  16. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir meine viele Leserei als Kind eine nahezu fehelfeire Rechtschreibung ermöglicht hat (da bin ich jetzt mal unbescheiden). Außerdem habe ich meinen großen Wortschatz auf diese Weise erworben. Was den Stil angeht, bin ich mir nicht sicher, aber das ist schon eher eine Sache, in die mehr hineinspielt als die eigene Leserei.

    Seit ich das Studium angefangen habe und mir die Zeit zum Lesen fehlt, geht meine Wortgewalt leider zurück ^^. Mein Fazit – du wirst um das Lesen nicht herumkommen, wenn du mich fragst. Es sei denn, du willst ausschließlich am Stil ansetzen, dann musst du vielleicht zu einem Psychologen gehen :).

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