Flugzeugunglück in Lukla / Nepal (Mount Everest)

Lukla Mount Everest Nepal AirportFür nahezu jeden Mount-Everest-Begeher ist Lukla die Anlaufstelle – der letzte Flugplatz vor dem Gipfel. Unterhalb des Mount Everest in der Khumbu-Region in Nepal liegt der kleine Ort in dem 1964 vom Everst-Erstbesteiger Edmund Hillary von den heimischen Sherpas für wenig Geld eine Schotterpiste zum landen von STOL-Flugzeuge gebaut wurde. STOL steht für „Short Take-Off and Landing“ und bezeichnet die Fähigkeit von Fluggeräten auf kurzen Pisten zu starten und zu landen.

Diese Eigenschaft ist beim Flugplatz in Lukla (VNLK) auch unbedingt nötig. Nicht nur die kurze Piste mit gerade einmal 500m ist dabei ein Problem. Auch ihr Verlauf, der sich im Verlaufe der 500m mehrfach vertikal ändert und die enorme Höhe von 2.860m ü.N.N. auf der der Platz liegt. Die Luft ist dort oben dermaßen dünn, dass alleine diese Tatsache für viele Flugzeuge zum Problem wird. Klassisches Flugmaterial für die täglich mehrfach geflogene Verbindung Kathmandu <-> Lukla ist die De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter.

Auf dem Bild oben ist der Blick über die Startbahn in der einzig verfügbaren Startrichtung zu sehen. Hinter dem Kameramann beginnt direkt die Bergwand. „Aufsetzen und Durchstarten“ ist damit quasi unmöglich – es gibt also nur einen Landeversuch. Ebenfalls ist der Start nicht ohne Risiko – direkt hinter dem Ende der Startbahn geht es recht schnell steil nach unten. Am Bergmassiv entlang, das links auf dem Bild gegenüber der Piste zu sehen ist, findet jeder Anflug statt – unabhängig der Wetterlage. Natürlich wird nur dann gelandet, wenn es die Wetterlage halbwegs zulässt – die Grenze dafür liegt jedoch verständlicherweise deutlich niedriger als in westlichen Regionen. Zum einen fehlen die starken Reglementierungen, zum anderen müsste bei einer abgebrochenen Landung wieder zurück nach Kathmandu – dem Ausgangspunkt geflogen werden.

Dass diese Gefahr nicht selten zu Unglücken führt dürfte einleuchten. Leider kam es auch heute wieder zu einem solchen Unglück. Dabei kamen nach Behördenangaben 18 Menschen um’s Leben. Das Wetter war angeblich gut, die Sicht ausgezeichnet. Dennoch stürzte die Twin-Otter der Yeti Airlines beim Versuch einer Landung in Lukla ab.

Wer Lukla nicht kennt kann sich im folgenden ein paar Videos von Landungen und Starts unterhalb des Mount Everest ansehen. Auf einigen wird klar wie gefährlich dieses Unterfangen ist. Nichtsdestotrotz landen dort mehrfach täglich Flugzeuge um die immer größer werdende Anzahl an Wahnsinns-Touristen schnellstmöglich an den Berg der Berge zu fliegen:

Einige Bilder gibt es auch bei airliners.net. Informationen zum heutigen Unglück in Lukla bei tagesschau.de und anderen.

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9 Kommentare

  1. Der Name LUKLA hat große Ähnlichkeit mit einer VORMUNDSCHAFTSRICHTERIn, die IHR MÜTCHEN an mir
    gekühlt hat mit der „BETREUUNG “ für mich!
    Ich vermute fast, meine SÖHNE haben mit derVERBRECHERJUSTIZ gemeinsame Sache gegen mich
    gemacht. Und nun ist das Flugzeug mit
    18 Mann – oder so- abgestürzt.
    – DESHALB will mein „lieber“ SOHN GUNNAR ins
    Kloster gehen, Ja? Das nützt allerdings gar nichts.
    Und der andere Sohn kann vor Rückenschmerzen kaum
    mehr gehen! – Ja, um eine Klärung kommen die
    Abgestürzten in LUKLA nicht herum!
    Heidi Reitel

  2. Schon schlimm, dass in letzter Zeit mehrere Flugzeugunglücke zu bedauern waren. Naja, trotzdem kann man sagen, dass das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel ist, jedoch wenn etwas passiert, dann gibt es halt richtig ordentlich aus. :/ Kann man nur hoffen, dass nun wieder lange nichts passiert.

  3. Wir waren an diesem Tag in Lukla und sind eine Maschine vorher gelandet.Die Yetiairlinepiloten gehören zu den Besten der Welt und mußten sicherlich schon mal bei nicht 100% Sicht landen. Jedem der in ein Flugzeug (oder Auto) steigt, ist ein gewisses Risiko bewußt.Bei täglich 50 Starts und Landungen sind in den letzten 30 Jahren keine nennenswerten Unglücke passiert. Ich finde es zudem unerhört von „Wahnsinnstouristen“ zu sprechen. Die Mehrzahl der Reisenden besteht aus „normalen“ Trekkern und Wanderer. Die Umstände werden geklärt werden. Waren Sie denn jemals in Lukla?
    Das Mitgefühl gehört in jedem Fall den Hinterbliebenen.

  4. Nein, ich war noch nicht da. Allerdings spricht jeder Fachmann den man zu diesem Thema hört von Wahnsinnigen. Wohl aber nicht wegen Lukla und dem Flugplatz sondern wegen dem darauf folgenden Aufstieg auf den Mt. Everest.

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