Von der Unfähigkeit der Verlage, Musik- und Filmemacher

Clay Shirky ein Professor der New York University schreibt bei Boing Boing darüber, wie vorhersehbar die Krise der Printbranche seit vielen Jahren war. In einem Artikel von 1995 (!!!) hat er es bereits vorhergesagt und verweist heute darauf mit den Worten:

Es hatte nicht viel gebraucht, um zu erkennen, dass unbegrenzte, perfekte Kopiermöglichkeit, gepaart mit globaler Erreichbarkeit und Grenzkosten von Null Print langsam in die gleiche Lage einer späten Dampflok versetzt.

Und als das offensichtlich geworden war, haben wir es gesagt, wieder und wieder, die ganze Zeit. Wir haben es in der Öffentlichkeit gesagt, wir haben es privat gesagt. Wir haben es gesagt, als die Verleger uns als Designer anheuerten, wir sagten es, wenn wir als Berater beauftragt wurden, wir sagten es umsonst. Wir waren lästige Motherfucker mit unserem Gerede über das Ende der Nachrichten auf Papier. Und weißt Ihr was? Die Leute, die ihren Lebensunterhalt mit dem Drucken von Nachrichten verdienen, haben zugehört, und dann entschieden, dass sie uns nicht glauben.

Über die Bewegungsunfähigkeit in der Printbranche und die aktuellen Dummheiten der Filmindustrie beim Löschbefehl in USA an Netflix und iTunes hat Marcel Weiss auf Netzwertig einen hervorragenden Artikel geschrieben, der is in meinen Augen ziemlich genau auf den Punkt bringt.

Zum Artikel von Marcel Weiss

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