Blogentwürfe und deren Sinnlosigkeit

Na gut, sinnlos mögen sie nicht für jeden sein. Für mich hat sich allerdings heraugstellt, dass Blogentwürfe einfach nicht taugen. Ich hab‘ hier in diesem Blog auch nur zwei davon angelegt – beide in einem noch sehr frühen Stadium. Die habe ich bereits vor Monaten angelegt und heute liegen sie noch immer genau so unangetastet da, wie ich sie damals liegen hab lassen.

Mit Nils (der übrigens seit einigen Tagen auf meine Anregung hin fast alles aus sich rausbloggt) habe ich in der Vergangenheit bereits öfter über das Thema Entwürfe gesprochen. Es gibt tatsächlich Menschen die diese Form der „ich fang mal ein Thema an und setze das dan später fort“-Beitragsschreiberei mögen bzw. bei denen das funktioniert. Bei mir tut es das nicht. Ich vergesse die Artikel weitestgehend – der einzige Moment in dem ich daran erinnert werde ist wenn ich die „Beitrag schreiben“-Seite im WordPress-Admin aufrufe. Dann hab‘ ich aber meist dummerweise gerade schon einen anderen Beitrag in der Planung und a) keine Zeit den alten fortzusetzen und b) meist auch keine Lust.

Und so liegen sie da nun – die zwei unvollendeten und werden vermutlich nicht in die Analen eingehen, denn die Öffentlichkeit wird nicht mal von ihnen erfahren. Vielmehr werden sie wohl zusammen mit diesem Blog verschlossen werden, sobald der neue endlich fertig ist. Aber eins kann ich Euch sagen – versäumt habt ihr nix ;)

Wie geht es Euch mit Entwürfen? Nutzt ihr sie?

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14 Kommentare

  1. Bei mir ist es teils teils. Wenn ich Artikel anfange und sie nicht zuende schreibe, dann lösch ich sie auch irgendwann.

    Aber ich schreibe häufiger komplette Artikel vor und schalte die dann irgendwann frei. Es ist ganz praktisch immer ein paar Artikel auf Vorrat zu haben, wenn einem gerade mal sonst nichts einfällt.

  2. Ich arbeite mit einem Wiki als Wissensarchiv. Da braut sich dann zu den mich interessierenden Themen was zusammen und irgendwann ist ein Artikel reif, sofern ich darüber schreiben will.
    Im Wiki bin ich jeden Tag und ist klar dass ich ein Thema in einen Artikel packen will, starte ich eine Unterüberschrift im Beitrag „Artikelpipe“, da liegen dann alle Entwürfe. Dieses Vorgehen klappt bei mir ganz gut. Als Wiki nutze ich MediaWiki.

  3. Ist bei mir sehr ähnlich wie bei dir. Entweder wird der Artikel sofort fertig geschrieben und veröffentlicht – oder gar nicht. Manchmal schreibe ich Artikel doch noch sehr zeitnah (nächster Tag oder so) weiter und veröffentliche sie. Aber auch das ist eher selten.

  4. Ich habe bisher ein ähnliches Problem. In meinem alten WordPress Blog lagern um die 40 Entwürfe, die von einem abgespeicherten Link über kurze Gedankengänge bis zu ausführlichen Texten reichen. Vieles davon ist einfach nicht mehr aktuell oder ich habe keine große Lust mehr mich mit dem Thema nochmal zu beschäftigen. Der neue Blogname soll daher auch eine Aufforderung an mich selbst sein Artikel einfach „rauszubloggen“ und nicht zu lange lagern zu lassen.

    Obwohl andererseits gilt für mich auch, dass eine kurze Reifezeit von bis zu drei Tagen die Beitragsqualität steigern kann. Ich lagere die Beiträge dann gerne im Blog selbst, da ich so von überall aus darauf zugreifen kann.

  5. Einerseits habe ich einen Artikelentwurf namens „Ideenliste“, in den einfach weitgehend unsortiert alles reinkommt, was mir so einfällt und begegnet. Das könnte ich auch auf der Festplatte abspeichern, aber ich hab’s halt gern „vor Ort“ im Blog.

    Wenn ich schon mehr als nur einen Infofetzen habe, fange ich Artikel auch schonmal an. Wichtig ist nur, dass ich mir dann schonmal Notizen zu den Inhalten und der Struktur mache, sonst weiß ich nach einigen Wochen gar nicht mehr, was ich da eigentlich wollte. Dass ich solche angefangenen Artikel ablege, kommt immer dann vor, wenn mich eine Idee durchzuckt, ich schon ein paar Ideen habe, aber die Zeit gerade nicht reicht. Ich schreibe das dann lieber schonmal runter, weil dann Tage oder Wochen später manchmal der Schwung der ersten Idee nicht mehr so da ist.

    Allgemein muss ich aber sagen, dass ich die ganze Entwürfe-Verwaltung in WordPress grottenschlecht finde und mir wäre es lieber, man würde im WordPress-Team mal Zeit dafür investieren, dass Vielblogger nützliche Hilfen für ihr Tun bekommen, anstatt dass man Funktionen implementiert, die es über Plugins schon (besser) gibt. Bei Serendipity finde ich das bspw. wesentlich übersichtlicher, weil dort alle Artikel aller Autoren unabhängig vom Status in einer Liste zu finden sind, die ich dann bei Bedarf nach diversen Kriterien filtern kann. Gerade bei Teamblogs oder einem Blog mit häufigen Gastbloggern eine tolle Sache. Diese Liste von Entwürfen bei WordPress ist hingegen nicht mehr als eine Krücke.

  6. Ich nutze Entwürfe sehr gern, da mir oftmals die Zeit fehlt (umfangreiche) Beiträge an einem Rutsch fertig zu schreiben. Über die Entwürfe habe ich dann die Möglichkeit den Beitrag von jedem Rechner aus fertig zu stellen. Egal ob nun am Notebook, auf dem PDA oder zu Hause am Rechner (oder am PC meiner Großeltern ;-).

  7. Ich habe zur Zeit keinen einzigen Entwurf in meinen Blogs herumliegen. Wenn ich welche habe, entscheidet sich meist relativ schnell, also innerhalb einer Woche, ob sie fliegen oder fortgesetzt werden.

  8. Pingback: Entwurfsphobie - Webmaster Forum

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