Permalink

Lewandowski: Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen!

Man verzeihe mir das Karl-Valentin-Zitat, aber nach all dem Wahn gestern, als vermutlich alles zu Lewandowski gesagt wurde will ich Euch nicht mit meinen zwei Cent verschonen und ich verspreche mich kurz zu halten.

Symbolbild

Symbolbild

Dass ich Mario Gomez für den falschen Stürmer beim FCB halte ist nichts neues. Ich habe oft genug betont dass ich seine Spielweise nicht mag und denke, dass wir einen spielstärkeren Stürmer brauchen. Das Thema hatten wir schon oft genug und nicht zuletzt bei den zweimaligen Gerüchten um Edin Dzeko.

Lewandowski ist genau dieser spielstarke Stürmer. Er ist zudem in einer länger andauernden enorm starken Form. Kurzum: Es wäre fast fahrlässig sich nicht um ihn zu bemühen. Ob nun Mario Gomez dafür abgegeben wird oder nicht spielt in meinen Augen keine große Rolle, denn aller Voraussicht nach wird der FC Bayern im Sommer 2013 nur noch 2 Stürmer unter Vertrag haben. Ob drei Hochkaräter dann dauerhaft funktionieren darf bezweifelt werden, aber ein Grund sich nicht um Lewandowski zu bemühen ist das auf keinen Fall.

Sollten die Gerüchte stimmen und mit Spieler und Beratern bereits Einigkeit bestehen stufe ich den Rest als vergleichbar zu Manuel Neuer ein. Dortmund kann ihn im Sommer abgeben und vermutlich wohl so ~25 Mio. Euro für ihn bekommen oder eben auf 25 Mio. Euro verzichten und noch ein Jahr mit ihm Champions League spielen. Dahergelaufene Milchmädchen die etwas von Gegenrechnung erzählen bitte ich des Weges zu verweisen, denn selbst Robert Lewandowski verdient nicht alleine 25 Mio. Euro in einer CL-Saison.

Das war’s auch schon – tat doch gar nicht weh, oder?

Disclaimer: Sollten hier entfernte Verwandte von Sky-Italia-Mitarbeitern mitlesen… diesen Artikel bitte eindeutig nicht als Quelle für einen möglichen Transfer verwenden. Danke.

P.S.: Ich habe versucht dem Beitrag durch ein übliches Symbolbild den entsprechend professionellen Anstrich zu verleihen. Ist mir – wie ich finde – gut gelungen.

Permalink

Sammer alle Führungsspieler, oder was?

Ja genau, auch ich wollte noch ein Sammer-Wortspiel anbringen. Ist ja trendy in diesen Tagen. So selten wie ich in den letzten 2 Jahren blogge dürfte außerdem klar sein, dass mir etwas auf dem Herzen liegt. Genauer gesagt sind das zwei Dinge.

Nerlinger geht, Sammer kommt

Heute Nachmittag ist die offizielle Vorstellung von Matthias Sammer als neuer Vorstand Sport beim FC Bayern München. Christian Nerlinger wurde als Sportdirektor entlassen. Ich halte das für eine gute Entscheidung, hätte Sammer auch im letzten Jahr schon als Trainer befürwortet. Ich glaube er wird dem FC Bayern gut tun – in vielerlei hinsicht. Einerseits als starke Persönlichkeit, die Christian Nerlinger vermutlich nie geworden wäre. Andererseits als akribischer, professioneller Arbeiter. Die Form der Professionalität die man bei einem Club der Größe und Popularität eines FC Bayern oft mal vermisst hat.

Leider gibt’s im Umfeld dieses “Wechsels” wieder viel gerede von Titeln und eben den nicht erreichten, allerdings interessiert mich Sammers Arbeit in erster Linie langfristig. Er sollte in der Lage sein dem FC Bayern die lange von Fans und Vorstand ersehnte spielerische Identität einzupflanzen. Sowas dauert allerdings gerne auch mal 5 Jahre oder mehr – man sollte hier also nicht in der kommenden Saison schon spielerische Wunder erwarten.

Dann das zweite Thema, das gerne zusammen mit Sammer auf den Tisch gelegt wird…

Die leidige Führungsspielerdebatte

Kaum ein Thema in Fußballdeutschland über das nachhaltig derart schwarz/weiss diskutiert wird als das. Auf der einen Seite die immer wieder gern erwähnten Effenbergs, van Bommels und Kahns die sich der interessierte Zuhörer dann am besten Hulk-gleich mit zerrissenem Trikot und in Beisser-Manier vorstellen soll und auf der anderen Seite die leisen Fußballkünstler verlgeichbar mit dem Ballett-Ensémble der bayerischen Staatsoper die Schmetterlingstreichelnd über den Grashalmen schweben. Ja wo Sammer denn? (*strike*, noch eins)

Meine persönliche Meinung: Es braucht Führungsspieler, und zwar einen in jedem Körper der auf dem Platz steht. Was uns gegen Italien oder Chelsea (man ergänze hier gerne irgendwelche Mannschaften gegen die eine Nationalelf oder der FC Bayern in den letzten zwei Jahren verloren hat) tatsächlich wiederholt gefehlt hat waren Eier. Aber nicht die Eier einzelner Spieler die dann brüllend über den Platz grätschen sondern die sprichwörtlichen Eier im Kopf eines jeden Spielers. Man nennt das eventuell auch Verantwortungsbewusstsein – von mir aus auch ein Stück weit Siegeswille – das “absolut” darf dabei gerne weggelassen werden. Dass im Finale der Champions League keiner so recht Elfmeter schiessen wollte ist bezeichnend, der Auftritt gegen Italien ebenfalls.

Vergleiche mit nicht vorhandenen Führungsspielern bei Barcelona, Dortmund oder der spanischen Nationalmannschaft bestätigen im Grunde genau das. Denen fehlen zwar auch die klassischen Führungsspieler, allerdings ist ihrem Spiel anzumerken, dass sie selbige gar nicht brauchen – Und das nicht nur wegen ihrer spielerischen und taktischen Fähigkeiten sondern in erster Linie wegen der Moral und der Motivation die ihnen innewohnt.

Was den FC Bayern angeht bin ich überzeugt, dass Matthias Sammer bei der Behebung dieses Problems eine entscheidende Rolle spielen kann. Er steht nicht für die bisher gern als “Kuschelkurs” bezeichnete leichte Umgangsform. Er dürfte dem FC Bayern intern wie extern ein schärferes Profil verleihen und ggf. auch entsprechend auf die Mannschaft einwirken – sei es durch Spielerverpflichtungen die diesen Weg unterstützen oder durch eigene Ansprachen und andere Änderungen.

Für die Entwicklung der Nationalmannschaft in dieser Hinsicht ist die Entwicklung beim FC Bayern sicherlich nicht ganz uneherblich, kann man doch davon ausgehen, dass auch 2014 ein nicht unerheblicher Teil des Kaders aus FCB-Spielern besteht.

Permalink

Auf dem Weg ins Finale der Champions League haben wir den englischen und den spanischen Meister besiegt und 7:0 gegen Basel gewonnen, immerhin die Mannschaft, die Manchester United aus dem Wettbewerb geschossen hat. Wir waren in zwei Endspielen und sind in der Bundesliga Zweiter geworden. Das war eine gute Saison. Wir müssen aufpassen, dass wir uns mit Druck nicht überfrachten. Wir dürfen nicht immer nur in Superlativen denken.

Uli Hoeneß über die Saison 2011/12 des FC Bayern. Quelle: Welt-Interview

Permalink

Kaderbreite, Kadertiefe – wie hoch kann ein Kader sein?

Wenn ich vor dem letzten Spiel behauptet habe, dass es Richtungsweisend für Heynckes sein wird, dann bleibt am Ende das Gefühl, dass eine richtige Richtungsweisung am Ende gefehlt hat. Zwar konnte der FC Bayern zu Hause mit 2:0 gewinnen, allerdings bleiben bzgl. der eigenen Leistung am Ende viele offene Fragen und ein laues Gefühl. Alles andere als ein deutlicher Sieg wars – eher ein Kampf. Im Grunde besteht das was ich fürs letzte Spiel als richtungsweisend bezeichnet habe weiterhin.

In einem Punkt ist die Situation heute jedoch eine andere: Die Transferperiode ist um – der FC Bayern hat Erwartungsgemäß die Chance verstreichen lassen dem Kader im Winter etwas mehr Breite zu verleihen. Nun kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein ob eine solche Ergänzung des Teams nötig gewesen wäre – ich sage ja. Nicht nur, dass unsere Verteidigung hinter der Stamm-Vier dank einem verletzten Daniel van Buyten (Dauer der Verletzung unklar, mind. 6 Wochen) keinen Innenverteidiger und nur noch einen Außenverteidiger vorweisen kann. Auch in der Offensive warten auf der Bank nur Alternativen die wie auch Diego Contento bisher offenbar nicht gut genug für Signifikante Einsätze waren. Das ist reichlich wenig für einen Club mit Triple-Ambitionen, CL-Finale im eigenen Stadion, etc. pp. Dazu kommt, dass sich bereits einige Spiele vor der Winterpause abgezeichnet hat, dass es auch in der Meisterschaft auf keinen Fall so leicht wird, wie man während der großen Siegesserie zwischen Spieltag 2 und 12 hätte vermuten können.

Beim FC Bayern hingegen denkt man augenscheinlich anders. Beim ganzen FC Bayern? Nein, es scheint einzelne oder auch mehrere Personen zu geben, die eine echte Verpflichtung statt nur einer misslungenen SocialMedia-PR-Aktion für sinnvoll gehalten hätten. Nachdem bereits am ersten Tag nach Ende der Transferperiode Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge darauf verwiesen hat, dass es ausdrücklicher Wunsch des Trainers war, den Kader nicht zu vergrößern tauchte Tags darauf bereits Franck Ribéry in einem Interview auf und bemerkt, dass er es schade findet nicht mehr Kadertiefe zu haben – er hätte es für sinnvoll gehalten, wenn sich der Verein im Winter verstärkt hätte.

Eine Situation die an die Ära Louis van Gaals erinnert: Während andere Vereine ausbleibende Transfers mit der finanziellen Situation begründen, wieder andere sich im übermaß verstärken, bleibt der Verein der es sich finanziell in jeder Hinsicht leisten könnte und für seine Ansprüche einen verhältnismäßig wenig breiten (oder tiefen?) Kader hat untätig und verlässt sich auf sein Mia san mia-Gefühl.

Permalink

19/12 Wolfsburg – ein richtungsweisendes Spiel für Jupp Heynckes

19. Spieltag, Saison 2011/12 – es geht im Heimspiel gegen Wolfsburg. Das Hinspiel wurde sehr glücklich gewonnen und stellte eine kleine Wende nach der bitteren Auftaktniederlage gegen Gladbach dar. Nach einem nicht anerkannten Gegentor durch Helmes in Wolfsburg nahm eine nicht unbeachtliche Serie ohne Gegentore ihren Lauf. So gab es einige dieser Tweets von mir im Herbst…


Weiterlesen →

Permalink

FC Bayern Fakebook: LOL, sorry – war alles nur Spaß!

Fußball ist ja so eine Sache (klingt wichtig und kündigt großes an, wenn ein Text so beginnt oder?). “Sport Entertainment” hat Alex Wright, ein Wrestler kürzlich in einem Podcast seinen Sport genannt – irgendwie trifft das auch auf den bezahlten Fußball zu. Das dachten sich wohl auch die “Social Media Experten” beim FC Bayern.

Weiterlesen →

Permalink

Aktion Libero – Sportblogs gegen Homophobie

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.

null

Permalink

Man macht sich’s gerne leicht (Hatschi)

Was nach der Niederlage im Pokalhalbfinale zu erwarten war ist eingetreten: Die Position des Übungsleiters beim FC Bayern München steht öffentlich zur Diskussion. Anders formuliert: Louis van Gaal wird von verschiedenen Seiten beschossen, vor allem von Medien und einem Teil der Fans. Von Seiten des Clubs gibt es offiziell (noch) Rückendeckung. Das könnte sich je nach Auftritt und Ergebnis am morgigen Samstag in Hannover schlagartig ändern. Da sind wir auch schon beim entscheidenden Punkt: Auftritt und Ergebnis. Weiterlesen →

Permalink

Der FC Schalke 04 hat nicht gewonnen

…der FC Bayern hat das Spiel verloren. Das soll um Himmels willen nicht die Leistung der gestrigen Schalker schmälern. Die haben genau das gemacht was richtig war um dieses Spiel knapp aber verdient zu gewinnen. Dennoch war es mein FC Bayern der dieses Spiel ohne Pauken und ohne Trompeten völlig verdient verloren hat. Genau diese Pauken und Trompeten hat man als Bayern-Fan nach der deutlichen Niederlage gegen Dortmund erwartet – sie blieben aus. Weiterlesen →

Permalink

Notiz in eigener Sache: Fußball-Podcast Nachbesprechung

Nur kurz und ohne große Ausschweifungen. Unser Podcast-Versuch von vor gut einer Woche hier an dieser Stelle ist mittlerweile in ein eigenes Podcastprojekt ausgewachsen. Am Konzept haben wir nicht viel verändert, dafür hat das Ding nun aber einen Namen. Es nennt sich “Nachbesprechung” und ist ab sofort unter http://www.nachbesprechung.de/ zu finden.

Noch ist dort ein wenig Baustellenbetrieb, der iTunes-Feed funktioniert noch nicht und hier und da müssen noch ein paar Dinge verbessert werden, aber wir arbeiten kontinuierlich dran. Zusammen mit Nico freu ich mich über jede Kritik und über jeden Hörer. Danke fürs zuhören! ;-)